Für viele Griechenland-Fans ist der Westen Kretas die interessanteste Region der Insel und auch für uns ist diese Gegend eine wahre Schatzkammer. Hier befinden sich die wohl schönsten Strände der Insel, jahrhundertealte Klöster und wildromantische Schluchten. Mit Chania verfügt Westkreta zudem über eine der schönsten Städte des Mittelmeerraums.
Wer einmal durch die Gassen von Chania geschlendert, an der türkisblauen Lagune von Balos inne gehalten oder die himmlische Stille der Akrotiri-Klöster genossen hat, versteht sofort, warum so viele Menschen immer wieder in den Westen Kretas zurückkehren.
Tom & Ella
Wir nehmen dich mit vom venezianischen Hafen in Chania über die beeindruckenden Weißen Berge der Lefka Ori und durch die ursprünglichen, abgeschiedenen Dörfer der Sfakia bis hin zum berühmten rosafarbenen Strand von Elafonisi im äußersten Südwesten der Insel.
Der Westen Kretas lohnt sich für jeden Reisetyp und so kommen Strandliebhaber, Kulturfreunde und Outdoorfans hier gleichermaßen auf ihre Kosten. Um wirklich alles zu erkunden, braucht man mehrere Wochen. Nimm dir also etwas Zeit und plane am besten gleich ein paar Übernachtungen im Süd- bzw. Nordwesten von Kreta ein.
Alle Highlights von Westkreta aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Deshalb stellen wir dir anbei unsere persönlichen Lieblingsorte und die schönsten Sehenswürdigkeiten von Westkreta vor:
- #1 Chania-Altstadt
- #2 Akrotiri-Halbinsel
- #3 Lefka Ori: Bergdörfer und Schluchten
- #4 See von Kournas
- #5 Rodopou-Halbinsel
- #6 Komolithi-Felsen
- #7 Balos-Lagune
- #8 Falassarna Beach
- #9 Elafonisi Region
- #10 Paleochora und Sougia
- #11 Samaria-Schlucht
- #12 Sfakia und Loutro
- Weitere Tipps für Kretas Westen
- FAQ zu Westkreta
🏖️ Traumstrände & versteckte Buchten
🍽️ Restaurants, Tavernen & Cafés
🏛️ Must-See Highlights & antike Stätten
🗺️ Sehenswerte Orte & Geheimtipps
🚘 Praktische Infos wie Mietwagen & Parken
♾️ Lebenslanger Zugang & Updates
#1 Chania-Altstadt
Kaum ein anderer Ort auf Kreta verzaubert seine Besucher so sehr wie Chania. Die zweitgrößte Stadt der Insel mit ihrer pittoresken Altstadt gehört mittlerweile zum Pflichtprogramm im Kreta-Urlaub. Das Gebiet um die heutige Altstadt war schon vor 5.000 Jahren besiedelt. Venezianer und Osmanen prägten durch ihren individuellen Baustil das heutige Bild der Altstadt, und so fühlt man sich bei einem Spaziergang durch die Gassen in eine andere Zeit versetzt.
Für einen Ausflug nach Chania solltest du am besten einen ganzen Urlaubstag einplanen. Die verkehrsberuhigte Innenstadt von Chania ist zwar kompakt, hat aber viel zu bieten. Allein am venezianischen Hafen mit seinem markanten Leuchtturm kannst du gut und gerne ein bis zwei Stunden verweilen. Im Gassengewirr warten interessante Geschäfte und viele tolle Fotomotive auf dich. Abends kannst du in einer Taverne am Meer sitzen und das Treiben beobachten.
→ Alle Tipps und die schönsten Highlights von Chania gibt es in diesem Beitrag: Chania Kreta
#2 Akrotiri-Halbinsel
Nur wenige Fahrminuten östlich von Chania liegt eine der vielfältigsten Halbinseln Kretas. Die Akrotiri-Halbinsel bietet sehenswerte Klöster aus venezianischer Zeit, einen berühmten Filmschauplatz, sowie spektakuläre Buchten und einige der schönsten Strände im Westen von Kreta. Du kannst locker einen ganzen Tag für die mit Olivenbäumen übersäte Halbinsel einplanen und wirst nicht enttäuscht werden. Übrigens befindet sich hier auch der Flughafen von Chania.
Kloster Agia Triada
Die erste Station auf der Halbinsel ist das Kloster Moni Agia Triada Tzagaroli. Der im 17. Jahrhundert im venezianischen Stil der Renaissance erbaute, festungsartige Bau liegt nördlich des Flughafens. Über eine Zypressenallee erreichst du das sehenswerte Konvent. Die terrakottafarbenen Gebäude und der liebevoll bepflanzte Innenhof machen die Anlage zu einem fotogenen Schmuckstück. Rund um das Kloster bauen die Mönche Wein und Oliven in Bioqualität an, die im Klosterladen erhältlich sind.
Kloster Gouverneto und Wanderung nach Katholiko
Nur 12 Minuten weiter nördlich liegt das ebenfalls sehenswerte Kloster Gouverneto. Es wurde im 16. Jahrhundert auf einem Bergplateau errichtet, da das meernahe Kloster Katholiko ständig Piratenangriffen ausgesetzt war. Die Anlage umfasst 50 Mönchszellen und eine prächtige Marienkirche mit einigen der ältesten Fresken Kretas. Selbst Kulturmuffel sollten hier nicht kehrtmachen, denn vom Klostergelände aus beginnt eine der schönsten Wanderungen Westkretas.
Die Wanderung zur Bucht von Katholiko dauert etwa eine Stunde. Der Steinpfad führt an der Bärenhöhle Arkoudospilio vorbei und dann steil hinunter ins Tal. Auf halber Strecke erreichst du das vermutlich älteste Kloster Kretas, das Spilaio Katholiko. Die gotische Fassade wurde auf spektakuläre Weise in den Fels gehauen und die mächtige Bogenbrücke im Tal ist bis heute gut erhalten. Angekommen am smaragdgrünen Meer, stellt sich ein wenig Ernüchterung ein, denn Baden ist hier offiziell verboten.
Auf Zorbas Spuren am Gold Coast Beach
Für Griechenlandfans ist Stavros im Nordwesten der Halbinsel ein Muss. Die tief kreisrunde Bucht mit dem Berg Vardies im Hintergrund war der Drehort der unvergesslichen Schlussszene des Films Alexis Sorbas (1964), in der Anthony Quinn den Sirtaki tanzt. Der goldene Sandstrand unterhalb des Berges lädt zum Erfrischen ein und die naturbelassenen Abschnitte am Ende der Bucht sind die bessere Alternative zu den leider immer teurer werdenden Sonnenliegenplätzen am Zorbas Beach.
Seitan Limania
Seitan Limania liegt im Nordosten der Halbinsel und ist eine der meistfotografierten Buchten von Westkreta. Ein Besuch des sogenannten „Hafen des Teufels“ lohnt sich vor allem in der Nebensaison. Die markant geschwungene Bucht leuchtet zur Mittagszeit herrlich türkisblau. Spar dir den Weg nach unten, mach ein Foto vom Aussichtspunkt und genieße den Anblick. Da es am kleinen Strand kaum Platz gibt, ist die Bucht in den Sommermonaten hoffnungslos überfüllt.

#3 Lefka Ori: Bergdörfer und Schluchten
Wer den Westen Kretas wirklich kennenlernen möchte, kommt an den Weißen Bergen nicht vorbei. Die Lefka Ori sind das Rückgrat Westkretas und bieten eine Landschaft, die sich grundlegend von der Küste unterscheidet, sodass man sich unweigerlich fragt, ob man sich noch auf einer der griechischen Inseln befindet. Auf den bis zu 2.453 m hohen Gipfeln wie dem Pachnes liegt sogar noch bis in den Mai hinein Schnee. Im Winter herrscht in den Bergdörfern wahrhaftig Hüttenstimmung!
See von Agia
Nur zehn Kilometer von Chania entfernt liegt unterhalb der mächtigen weißen Berge der See von Agia. Der einzige Stausee im Westen Kretas wird von zahlreichen Quellflüssen gespeist. Er wurde in den 1920er Jahren zur Wasserkraftgewinnung angelegt. Heute wird der See nicht mehr zur Energiegewinnung genutzt, dafür ist er ein bedeutendes Naherholungsgebiet der Chanioten geworden. Direkt am See lässt es sich im Enasma Cafe mit seinem tropischen Garten bestens entspannen.
Mit seiner 45 Hektar großen Wasserfläche und seiner üppig grünen Uferlandschaft ist er zudem ein wichtiges Brut- und Rückzugsgebiet für Zugvögel. Bei einem Spaziergang kannst du im Uferbereich außerdem Schildkröten sowie Gänse und Enten beobachten. Ein landschaftlich reizvoller Weg führt an der ehemaligen Staumauer entlang und weiter in einen märchenhaften Platanenwald hinein. Unter der Woche ist es hier angenehm ruhig, sonntags pilgern viele Einheimische aus der Region hierher.
Botanical Park & Gardens of Crete
Wenn du von Agia der Straße über Fournes in die Berge folgst, gelangst du zum Botanischen Garten von Kreta. Auf einer Fläche von über 20 Hektar erwartet dich eine grüne Oase mit 150 Arten von Zierpflanzen und Obstbäumen, Heilkräutern, einem kleinen See und einem Tiergehege. Für den Rundgang solltest du mindestens zwei Stunden einplanen. Das hauseigene Restaurant des Parks überrascht mit guter Qualität und einem herrlichen Ausblick über die Landschaft. Mehr Infos unter botanical-park
✓ Vollkasko & unbegrenzte Kilometer – ohne Extra-Kosten
✓ Flexibel bleiben dank kostenloser Stornierung bis 24h vorher
✓ Sichere Buchung & Preisvergleich über Check24
→ Jetzt Preise vergleichen*
Bergdörfer und Theriso-Schlucht
Die Route führt vom Botanischen Park durch die am Fuße der Weißen Berge gelegenen Bergdörfer Meskla, Zourva und Theriso. In Zourva, das auf 570 Metern liegt, laden zwei traditionelle Tavernen mit herrlichen Panoramaterrassen zur Rast ein. Nahezu täglich treffen Bustouren mit griechischen Touristen ein, denn das beschauliche Dorf Theriso erinnert an den Widerstandskämpfer und Politiker Eleftherios Venizelos, der 1905 hier sein Hauptquartier hatte. Zwei Museen widmen sich dem kretischen Freiheitskampf.
Die malerische Theriso-Schlucht zieht sich von Theriso bis fast vor das Stadtgebiet von Chania. Sie ist eine der wenigen Schluchten Kretas, die man weitgehend mit dem Auto durchfahren kann. Fast senkrecht türmen sich die üppig bewachsenen Felswände an den Straßenrändern auf. Für ein schönes Essen empfiehlt es sich, in der Taverne Tzaneris & Archontissa im acht Kilometer entfernten Drakona einzukehren. Das Essen ist extrem lecker und die Gastfreundschaft ist unübertrefflich.
#4 See von Kournas
Nur zehn Minuten südlich des beliebten Ferienorts Georgioupoli leuchtet der Kournas-See, der größte natürliche Süßwassersee Kretas, in den verschiedensten Blau- und Grüntönen. Mit einem Tretboot kannst du das etwa einen Kilometer lange Gewässer erkunden. Den schönsten Ausblick auf die Naturkulisse genießt du von einer der Tavernen oberhalb des Sees, z.B. Taverna Café Kavalos oder Athitis. Von einem Besuch sonntags ist eher abzuraten, da sich zu den Touristen viele Einheimische aus Chania gesellen.
Besuch in der Apokoronas
Wenn du den See von Kournas mit einer Rundfahrt durch die malerischen Dörfer von Apokoronas verbindest, bekommst du einen authentischen Eindruck vom ländlichen Westen Kretas, fernab der Touristenströme. Das bekannteste Dorf der Apokoronas ist der 800-Seelen-Ort Vrises, der direkt unterhalb der Fernstraße E75 liegt. Vrises wird von drei Flüssen durchzogen und beim Spaziergang sieht man kleine Wasserfälle und jahrhundertealte Platanen. Danach kann man im Café To Ntoukiani gemütlich verweilen.
Aber auch die kleinen Orte Gavalochori, Vamos, Xirosterni und Kefalas lohnen einen Stopp. In fast jedem der Weiler gibt es ein Café oder eine Taverne, in der du eine Pause einlegen kannst. In Xirosterni kannst du leckeren lokalen Käse und den kretischen Raki Tsikoudia probieren. Abenteuerlustige finden im Norden der Apokoronas, bei Kokkino Chorio, sogar einen deutschen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Dieser diente als Beobachtungsposten und seine Etagen sind labyrinthartig miteinander verbunden. Betreten auf eigene Gefahr!
#5 Rodopou-Halbinsel
Die wilde Rodopou-Halbinsel erstreckt sich nördlich des beliebten Ferienorts Kolymvari weit ins Meer hinaus. Abseits der touristischen Zentren im Süden ist die Region kaum besiedelt und nur über schlechte Schotterpisten zu erreichen. Die karge, fast menschenleere Landschaft mit ihrer imposanten Steilküste bietet eine faszinierende Naturkulisse und einsame Traumstrände wie den Paralia Menies. Für Wanderer und Mountainbiker ist sogar der nördlichste Punkt Kretas, das Kap Spada, erreichbar.
Kloster Gonia Odigitria
Am Eingang der Halbinsel liegt das Kloster Gonia Odigitria aus dem 17. Jahrhundert. Der typisch venezianische Bau besitzt einen großen Innenhof mit Bodenmosaiken, in dessen Mitte die Hauptkirche mit ihrem markanten Glockenturm thront. Eine Terrasse hinter der Kirche bietet einen schönen Blick aufs Meer. Für religiöse Besucher ist das Museum in den Gemäuern des Klosters mit seinen seltenen Ikonen der Hauptanziehungspunkt. Gonia Odigitria ist täglich geöffnet, der Eintritt kostet 3 €.
Das Dorf Afrata bildet den Abschluss des mit einem normalen Pkw befahrbaren Teils der Rodopou-Halbinsel. Danach folgen nur noch endlose Schotterwege bis zum Nordkap. Die Tavernen am Dorfplatz von Afrata bieten leckere Speisen und einen herrlichen Blick bis zur Küste. Wer noch ein Bad nehmen möchte, fährt zum nahen Afrata Beach. Als Alternative zum Baden bietet sich der Ravdoucha Beach im Westen der Halbinsel an, ein echter Geheimtipp auf Westkreta!
Zu Besuch in Vouves
Im kleinen Weiler Ano Vouves steht der legendäre Olivenbaum Elia Vouvon, ein Naturdenkmal mit geschwungenem, hohlem Stamm und über 2.000 Jahren Geschichte. Er gilt als einer der ältesten Olivenbäume Europas und ist allein wegen seines mächtigen Stammes einen Stopp wert. Ein kleines Olivenmuseum mit alten Mahlsteinen informiert über die Geschichte des flüssigen Goldes und im Kafenion Vouves kannst du bei einem griechischen Kaffee die Atmosphäre auf dich wirken lassen.
Nur zwölf Fahrminuten vom Baumriesen befindet sich bei Zounaki die Cretan Brewery. Seit 2007 produziert die Familie Giannakis hier das unfiltrierte Bier namens Charma, das ausschließlich als Fassbier erhältlich ist. Auf der überdachten Terrasse herrscht eine für Kreta eher untypische Biergartenatmosphäre. Serviert werden deftige griechische Häppchen und zur Auswahl stehen Lager, Pale Ale, Dunkel und saisonale Sorten. Wer also nach einer Runde Kultur und Natur mal Lust auf ein kühles Bierchen hat, ist hier genau richtig.
#6 Komolithi-Felsen
Etwa 15 Minuten landeinwärts von Kissamos liegen bei Potamida im Tal des Flusses Tyflos die bizarren Lehmfelsen von Komolithi. Vielleicht sind sie nicht jedermanns Sache, aber wir waren damals allein dort, fanden die gut 15 Meter hohen Felsen ziemlich beeindruckend und konnten tolle Fotos machen. Sie sind durch Erosion entstanden und erheben sich pyramidenförmig aus der üppig grünen Landschaft. Stimmungsvolle Fotos gelingen am besten im Abendlicht, wenn die Sonne die Hügel rötlich färbt.
Die Höhle Agia Sofia
Wenn du der Straße weiter in Richtung Süden folgst, passierst du den Ort Topolia. Dort gibt es ein paar gute Tavernen und die Bäckerei Ap’to Chorio, die leckere Snacks anbietet. Zwei Kilometer außerhalb des Ortes, oberhalb der Topolia-Schlucht, liegt die Höhle Agia Sofia. In dem riesigen Naturgewölbe befinden sich meterhohe Stalagmiten und eine kleine Kapelle. Die Tropfsteinhöhle wurde bereits in der Jungsteinzeit für kultische Zwecke genutzt und noch heute ist sie ein Pilgerort der Griechen.
In der Höhle der Weisheit Gottes, wie sie auch genannt wird, ist im Inneren Vorsicht geboten, da der Boden durch herabtropfendes Wasser manchmal sehr rutschig sein kann. Von einem Plateau am Höhleneingang genießt du einen grandiosen Blick auf die wildromantische Topolia-Schlucht. Wenn die Thermik stimmt, kannst du von hier aus sehr gut Gänsegeier in der Luft kreisen sehen, die einzige Geierart von Kreta. Ein Besuch empfiehlt sich am frühen Morgen, da der Aufstieg über unzählige Stufen schweißtreibend ist.
#7 Balos-Lagune
Die Lagune von Balos ist vielleicht die schönste Bucht Kretas und zählt zu den absoluten Top-Sehenswürdigkeiten im Westen von Kreta. Die Lagune liegt im äußersten Nordwesten auf der Halbinsel Gramvousa. Das türkisfarbene Wasser rund um die vorgelagerte Insel Tigani sowie die wild zerklüfteten Felsformationen im Hintergrund bilden eine surreale Kulisse. Balos ist mit dem Boot oder dem eigenen Fahrzeug über eine Schotterpiste erreichbar. Bootstouren nach Balos kannst du über GetYourGuide* buchen:
➲ Zu den organisierten Bootstouren*
In der Hochsaison ist es in Balos extrem voll. Wenn du die Lagune in relativer Ruhe genießen möchtest, solltest du möglichst früh aufbrechen und idealerweise vor 10 Uhr vor Ort sein. Wir können uns noch gut an unseren ersten Besuch im Mai erinnern. Gegen 9:30 Uhr war es ruhig und der erste Blick von oben auf die Bucht war einfach nur atemberaubend. Wenn du einen ganzen Tag einplanst, kannst du am Morgen Balos besuchen und den Nachmittag an der Falassarna-Küste verbringen.
→ Alle Details für deinen Ausflug nach Balos erfährst du in diesem Beitrag: Balos Kreta
#8 Falassarna Beach
Als ruhigere Alternative zu Balos bietet sich der Falassarna Beach an, der nur rund 20 Kilometer südwestlich liegt. Der lange Traumstrand gehört zu den schönsten Stränden im Westen von Kreta und bietet kristallklares Wasser und feinen goldenen Sand. Durch seine Weitläufigkeit verteilen sich die Badegäste gut, und du findest zwischen den organisierten Abschnitten mit Liegen und Sonnenschirmen auch naturbelassene Stellen. Für Familien mit kleinen Kindern empfiehlt sich der nördliche Teil mit teilweise sehr flachen Meeresbecken.
→ Die schönsten Ausflüge mit Kids sowie familienfreundliche Strände und Hotels findest du hier: Kreta mit Kindern
Im Süden gibt es noch einige von Steinen eingerahmte Strände, wie den Tiny Pink Sand Beach, die teilweise rosafarbenen Sand wie in Elafonisi haben. Den besten Ausblick auf Falasarna hast du im Weiler Kavousi, der sich oberhalb der Küste befindet. Lass dich von den Gewächshäusern der Region nicht stören. Sie trüben keineswegs die Schönheit von Falasarna. Immerhin wollen wir im Urlaub ja frisches Gemüse aus Kreta auf dem Teller haben. 🙂
Abstecher nach Polyrrhenia
Am späten Nachmittag lohnt sich ein Abstecher nach Polyrrhenia (Polirrinia), das etwa 40 Minuten von Falassarna entfernt liegt und dennoch fernab vom Touristenrummel ist. Die beschaulichen Gassen des Dörfchens laden zu einem kleinen Spaziergang ein. Das Highlight ist jedoch der spektakuläre Ausblick von den Ruinen der antiken Akropolis von Polyrrhenia in 320 Metern Höhe. Den Abend kannst du anschließend im Akropolis Restaurant in idyllischer Atmosphäre ausklingen lassen.
#9 Elafonisi Region
Ganz im Südwesten Kretas liegt Elafonisi, das mit der gleichnamigen Insel und dem Strand eine paradiesische Lagunenlandschaft formt. Das Besondere hier sind die kleinen Korallenstücke und Muschelschalen, die den Sand am Elafonisi Beach cremig rosa färben. Die gesamte Lagune gilt als Naturschutzgebiet. Nach dem Palast von Knossos zählt Elafonisi zu den beliebtesten Ausflugszielen auf ganz Kreta, deshalb solltest du möglichst früh aufbrechen, da sich hier in der Saison Menschenmassen tummeln.
→ Alle Informationen für einen Ausflug nach Elafonisi findest du in diesem Beitrag: Elafonisi Kreta
Kloster Chrysoskalitissa
Auf dem Weg nach Elafonisi lohnt sich ein Zwischenstopp am Kloster Chrysoskalitissa im Weiler Agios Pandeleimon. Der malerische Klosterkomplex aus dem 17. Jahrhundert thront eindrucksvoll auf einem Felsen, etwa 35 Meter über dem Meer und von der Terrasse aus hast du einen herrlichen Blick. Bei einem Besuch kannst du die Klosterkirche, ein kleines Museum und eine ehemalige Schule besichtigen. Unterhalb des Klosters befindet sich ein kleiner Souvenirshop.
Der Name des Klosters bedeutet so viel wie „Goldene Stufe“ und so trägt der Ort eine kleine Legende in sich. Wer rein und ohne Sünde ist, soll beim Aufgang zum Kloster auf der Treppe eine goldene Stufe erblicken. Wir haben bei mehreren Besuchen sehr genau hingeschaut und Tom ist sich sicher, dass es sich dabei um die vorletzte Stufe handeln muss, die mittlerweile aber mit Naturstein überzogen ist. Das Kloster ist täglich außer dienstags ab 9 Uhr geöffnet. Am Eingang wird Eintritt erhoben.
🗺️ 10 Mietwagen-Touren mit Routenkarten
🏖️ Schöne Strände & Badespots
🏛️ Alle Top-Sehenswürdigkeiten
🤫 Unveröffentlichte Geheimtipps
🍽️ Unterkünfte, Tavernen & Cafés
White Lake und Voulolimni
Nördlich von Elafonisi, unweit des Klosters, befindet sich der Aspri Limni (Weißer See), ein toller Ort zum Baden und Entspannen. Das sehr flache, fast kreisrunde Becken verdankt seinen Namen seiner milchig hellblauen Farbe. In Ufernähe wachsen sogar einige der einheimischen Dattelpalmen, die sonst nur in Vai und Preveli zu finden sind. In der Nähe liegt außerdem die Voulolimni, eine kreisrunde Doline, die in einem unglaublichen Aquamarin schimmert und als Fotospot kaum bekannt ist.
#10 Paleochora und Sougia
Paleochora ist eine sympathische Kleinstadt im Süden Kretas, die etwa 45 Minuten von Elafonisi entfernt liegt. Selbst im Sommer sind die zahlreichen Strände hier nicht überfüllt. Für viele langjährige Kreta-Fans zählt Paleochora zu den letzten Orten auf der Insel, die sich gegen den Massentourismus gewehrt haben. Hier kannst du noch die ruhige Seele Kretas spüren, ohne Trubel oder Verkünstelung. Im Ort selbst lässt sich gut und gerne eine Woche Urlaub machen, denn in der Region gibt es genug zu entdecken.
→ Hier erfährst du, was es alles in und um Paleochora zu entdecken gibt: Paleochora Kreta
Lissos-Schlucht und Sougia
Wenn du im äußersten Südwesten Kretas bist, lohnt sich auch ein Halt im Küstenort Sougia. Dort scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Nur am frühen Morgen und am späten Nachmittag ist in dem 140-Seelen-Ort etwas los, wenn Wanderer mit der Fähre in die Samaria-Schlucht übersetzen oder von dort zurückkehren. Der lange, von Tamarisken gesäumte Dorfstrand und die guten Tavernen (Tipp: To Tzitziki sto Almiriki) laden zu einem entspannten Strandtag ein.
Von Sougia aus können Wanderfans die Wanderung durch die Lissos-Schlucht (Hin- und Rückweg 2,5 h) unternehmen. Für uns persönlich war diese Wanderung eine der schönsten auf Kreta überhaupt. Nach rund 15 Minuten erreicht man eine beeindruckende überhängende Felswand. Kurz darauf führt der Weg steil hinauf auf ein lichtes Hochplateau, von wo aus sich ein majestätischer Blick auf die Küstenebene eröffnet. Im Tal von Lissos befinden sich die Überreste der antiken Stadt Lissos, darunter ein Asklepiostempel und ein Theater.
#11 Samaria-Schlucht
Die Samaria-Schlucht ist das Highlight für Wanderer in Westkreta. Der beliebte Wanderweg führt über 16 Kilometer von den Weißen Bergen bis zum Libyschen Meer und durch eine der längsten Schluchten Europas. In der Hauptsaison pilgern bis zu 4.000 Menschen gleichzeitig durch den Abgrund. Wer bereits um 7 Uhr morgens aufbricht, erspart sich das Wandern im Entengang mit Tausenden anderen. Geführte Touren zur Samaria-Schlucht können über GetYourGuide* gebucht werden:
Wer nicht die gesamte Wanderung unternehmen möchte, kann von Sougia oder Chora Sfakion aus mit der Fähre nach Agia Roumeli, dem Schluchtende, anreisen. Von dort aus läuft man ein bis zwei Kilometer entgegen der Hauptlaufrichtung, danach geht es für einen Drink oder einen kleinen Snack zurück ins Dorf. So haben wir es mit unserer damals zweijährigen Tochter gemacht, es war eine tolle Erfahrung, an die wir uns immer gern erinnern.
→ Die besten Tipps für deine Samaria Wanderung gibt es in diesem Beitrag.: Samaria Schlucht
#12 Sfakia und Loutro
Im wilden Süden Kretas stürzen die Ausläufer der Weißen Berge tief ins dunkle Meer hinab, dazwischen öffnen sich einsame Schluchten und Täler. Die Abgeschiedenheit der wenigen Bergdörfer lässt die Uhren hier anders ticken. Sfakia ist heute Gemeinde, Region und Kulturgut zugleich und zählt zu den eindrucksvollsten Landstrichen von Westkreta. Für langjährige Kreta-Liebhaber ist die Sfakia der Inbegriff romantischer Abgeschiedenheit.
Viele Urlauber erkunden einen Teil der Sfakia über die Omalos-Ebene und die Samaria-Schlucht. Eine weitere Möglichkeit ist, von Rethymno aus kommend kurz nach Georgioupoli gen Süden Richtung Askifou ins Herz der Sfakia zu fahren. Eine beliebte Anlaufstelle ist die rund sieben Kilometer lange, mittelschwere und ganzjährig geöffnete Imbros-Schlucht. Von dort aus geht es weiter zum Küstenort Chora Sfakion, dem Hauptort der Region. Er liegt malerisch am Meer und ist von kargen Steilklippen umgeben.
→ Östlich von Chora Sfakion liegen Frangokastello und weitere Highlights. In unserem separaten Beitrag findest du alle Infos dazu: Südkreta
Zu Besuch in Loutro
Von Chora Sfakion legen täglich Fähren nach Loutro ab, einem der letzten Küstenorte Kretas, der nur zu Fuß oder per Boot erreichbar ist. Das Dorf am Fuße der Weißen Berge mit seinen Zuckerwürfel-Häusern wirkt fast schon kykladisch und ist ein echtes Postkartenmotiv von Westkreta. In Loutro leben im Winter nur eine Handvoll Familien. Im Sommer dagegen boomt das Geschäft mit den Tagestouristen und Wanderurlaubern, denn Loutro ist ein beliebter Zwischenstopp der Samaria-Wanderungen.
Wer nur zum Mittagessen vorbeikommt, könnte enttäuscht werden, denn die Qualität vieler Restaurants hat in den letzten Jahren nachgelassen und der Ort hat sich stark auf den schnellen Tagestourismus eingestellt. So ist es auch uns ergangen, wir waren zwei Stunden in Loutro und außer schönen Fotos zu machen und einen Drink an der Promenade zu genießen, hat uns nichts angesprochen. Einen tollen Blick auf die Bucht gibt es vom Loutro Kastro, oberhalb des Dorfes gelegen, sowie am südlichen Ortsausgang.
Weitere Tipps für Kretas Westen
Die schönsten Ecken Westkretas liegen abseits jeder Busroute und sind ohne Mietwagen kaum zu erleben. Wer die Region wirklich kennenlernen möchte, kommt nicht umhin, ein bis zwei Übernachtungen einzuplanen. Wir empfehlen zwei bis drei Wochen für einen entspannten Roadtrip. Drei bis vier Tage reichen aus, um die Highlights im Schnellverfahren zu sehen, allerdings ohne Wanderungen. Damit dein Urlaub auf Kreta ein unvergessliches Erlebnis wird, haben wir hilfreiche Links* für dich zusammengestellt.
→ Unterkünfte für Kreta findest du hier: Zu Booking.com*
→ Mietwagen für Kreta buchen wir hier: Zu Check24*
→ Ausflüge und Touren auf Kreta: Zu GetYourGuide*
→ Günstige Flüge nach Kreta findest du hier: Skyscanner*
→ Weitere nützliche Beiträge und zahlreiche Kreta Tipps findest du unter:
- Kreta Sehenswürdigkeiten – Alle Must-Sees auf Kreta
- Kreta Reisetipps – Von Anreise bis Übernachten
- Kreta Highlights – Unsere 20 schönsten Orte
- Kreta Urlaubsorte – Wo lohnt sich ein Urlaub?
- Kreta Hotels – Die Besten Hotels der Insel
- Kreta Urlaub – Unsere Erfahrungen in Kreta
FAQ zu Westkreta
Braucht man für Westkreta unbedingt einen Mietwagen?
Ja, unbedingt. Viele der schönsten Orte wie Balos, Elafonisi, die Komolithi-Felsen oder die abgelegenen Bergdörfer der Sfakia sind per Bus gar nicht oder nur sehr aufwändig erreichbar. Ein kleiner Pkw reicht völlig aus, für Schotterpisten wie die Balos-Zufahrt ist erhöhte Bodenfreiheit ein Vorteil.
Wann ist die beste Reisezeit für Westkreta?
Mai, Juni sowie September und Oktober sind ideal. Die Temperaturen sind angenehm, das Meer ist warm genug zum Baden und Balos sowie Elafonisi sind deutlich weniger überfüllt als im Juli und August. Im Frühjahr blüht die gesamte Hügellandschaft und am Kournas-See sind die Zugvögel aktiv.
Wie überfüllt ist Balos wirklich?
Im Juli und August sehr. Die Fähren aus Kissamos bringen täglich Hunderte Besucher zur Lagune, und auch der Wanderweg von oben ist entsprechend belebt. Wer die Lagune in Ruhe genießen möchte, bricht vor 9 Uhr auf oder kommt ab 17 Uhr, wenn die meisten Tagesgäste bereits wieder weg sind.
Kann man Elafonisi und Balos an einem Tag besuchen?
Möglich, aber anstrengend. Die Strecke zwischen beiden Stränden beträgt mit dem Auto rund 100 Kilometer und dauert etwa zwei Stunden. Wir empfehlen, an zwei verschiedenen Tagen hinzufahren, um beide Orte wirklich genießen zu können – vor allem, weil man für Balos idealerweise früh aufbricht.
Lohnt sich die Wanderung durch die Samaria-Schlucht?
Ja, auf jeden Fall – aber früh starten. Bei einem Start um 7 Uhr hat man die spektakulärsten Abschnitte weitgehend für sich, bevor die Busladungen eintreffen. Wer nicht die gesamten 16 Kilometer gehen möchte, kommt per Fähre nach Agia Roumeli und erkundet die Schlucht von dort aus ein Stück entgegen der Hauptlaufrichtung.
Wie lange sollte man für Westkreta einplanen?
Mindestens eine Woche, besser zehn Tage. Wer Chania, die Akrotiri-Halbinsel, Balos, Elafonisi, die Samaria-Schlucht und die Sfakia in Ruhe erkunden möchte, braucht Zeit. Dazu kommen die spontanen Stopps an einsamen Buchten und in urigen Bergdörfern, die den Westen von Kreta so besonders machen.
Wo übernachtet man am besten im Westen von Kreta?
Chania ist die komfortabelste Basis mit der größten Auswahl. Für Ausflüge nach Sfakia und Loutro empfiehlt sich ein Standort in der Gegend von Chora Sfakion. Wer Elafonisi ohne Stress am Morgen besuchen möchte, übernachtet am besten in Paleochora – dann ist man auch gleich in der schönsten Ecke des Südwestens zu Hause.
*Unterstütze unseren Blog Greece-Moments
In diesem Beitrag findest du Affiliate-Links, die mit einem Stern (*) gekennzeichnet sind. Wenn du über einen dieser Links buchst oder etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis gleich. So hilfst du uns, weiterhin hochwertige Inhalte kostenlos bereitzustellen. Hat dir dieser Beitrag gefallen und du möchtest Danke sagen? Dann spendiere uns einfach den nächsten griechischen Kaffee ☕️ Zur Kaffeekasse
Merke dir diesen Beitrag auch auf Pinterest!
