Kefalos ist sowohl der Name der Halbinsel im äußersten Westen von Kos als auch des Dorfes auf dem markanten Hochplateau. Wenn du auf dem Insel-Highway von Antimachia kommst, fährst du über einen schmalen Isthmus in diese reizvolle Region und tauchst ein in eine andere Welt auf Kos: größtenteils baumlos, weitgehend naturbelassen und vor allem ruhig.
Nirgendwo sonst auf Kos findest du so viele blau-weiße Kapellen, Kirchen und sogar Klöster, die in der Landschaft verstreut sind, wie auf der Halbinsel Kefalos – ein Stück griechische Idylle auf der quirligen Touristeninsel.
Tom & Ella
Im Süden der Kefalos Halbinsel erwarten dich kilometerlange goldene Sandstrände, die zum Baden und Spazierengehen einladen, während sich im Norden Kitesurfer im Wind tummeln. Im bergigen Hinterland von Kefalos gehst du auf Entdeckungstour über staubige Pisten und vorbei an blau-weißen Kapellen, von wo aus der Blick auf das türkisblaue Meer fällt.
Begleite uns nach Kefalos, wir zeigen dir unsere schönsten Orte der Halbinsel von Kos:
- #1 Strände am Isthmus von Kefalos
- #2 Agios Stefanos Beach & Basilika
- #3 Insel Kastri
- #4 Die Dörfer Kamari & Kefalos
- #5 Kastell von Kefalos
- #6 Panoramastraße von Kefalos
- #7 Höhle Aspri Petra
- #8 Kap Krikelos & Agios Mamas
- #9 Kavo Paradiso Beach
- #10 Kloster Agios Ioannis Thymianos
- #11 Küste von Agios Theologos
- #12 Restaurant-Empfehlungen für Kefalos Kos
- Weitere Kos Tipps für deinen Urlaub
- FAQ: Häufige Fragen zu Kefalos Kos
🏖️ Traumstrände & versteckte Buchten
🍽️ Restaurants, Tavernen & Cafés
🏛️ Must-See Highlights & antike Stätten
🗺️ Sehenswerte Orte & Geheimtipps
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#1 Strände am Isthmus von Kefalos
Für uns persönlich befinden sich in Kefalos die schönsten Strände von Kos. Mehrere Straßen führen zu Strandabschnitten mit originellen Namen wie „Paradise Beach“, „Magic Beach“ oder „Exotic Beach“. Der goldene Sandstrand entlang des Isthmus ist feinsandig und das Meer funkelt in herrlichen Blautönen. Wenn an der Nordküste bei Marmari und Tigaki der Meltemi-Wind wütet, weht hier meist nur eine leichte Brise – perfekt für entspannte Strandtage.
Von Antimachia aus kommend erwarten dich nach der Imkerei Melissa die ersten Strände am Isthmus. Der Magic Beach und der Exotic Beach machen den Anfang. Letzterer ist durch seine abgeschiedene Lage auch bei Nudisten beliebt. Der restliche kilometerlange Strandabschnitt wird klassisch genutzt und ist mit zahlreichen Sonnenliegen, Schirmen und Strandduschen ausgestattet. Das Liegen-Set mit Schirm kostet an fast allen Stränden um die 15 Euro.
Die Strände von Magic Beach (Polemi), Psilos Gremos (Sunny Beach) und Markos Beach fallen im Uferbereich recht schnell tief ab und sind daher weniger für kleine Kinder geeignet. An allen Stränden befindet sich mindestens ein solides Strandrestaurant bzw. Kantina, welche Badeurlauber mit Snacks und kühlen Getränken versorgt.
Unser perönlicher Favorit ist der Lagada Beach, hier laden zwei Strandkantinen zu entspannten Stunden direkt am Meer ein. Die Ausstattung ist rustikal, aber völlig ausreichend – mit kühlen Getränken, kleinen Snacks und Toiletten. Die Parkplätze findest du direkt am Strand, sodass du nicht weit zum Meer laufen musst. Ein Paar Sonnenliegen kostet ab 15 Euro pro Tag.
Der weiter westlich gelegene Paradise Beach eignet sich durch seinen flachen Einstieg ins Meer ideal für Familien mit Kindern. In der Hauptsaison herrscht am goldenen Sandstrand immer viel Betrieb. Neben einer Wasserhüpfburg werden dort auch Jetski und Parasailing angeboten. Vereinzelt steigen Gasbläschen an die Wasseroberfläche und bezeugen die vulkanische Aktivität der Region um Kos und Nisyros. Eine Boje markiert die Stelle, wo die Bubbles aufsteigen.
Östlich vom Paradise Beach, getrennt durch einen Felssporn, findest du den bei vielen Kos-Urlaubern beliebten Camel Beach. Der etwa 100 Meter lange Sandstrand wird von skurrilen Felsformationen eingerahmt. Ein Highlight ist die große Höhle, die sich direkt am Meer befindet. Das traditionsreiche Jenny Camel Restaurant befindet sich seit 2025 nicht mehr oberhalb vom Strand, sondern in Kamari und lohnt definitiv einen Besuch.
Nordstrände vom Isthmus
Die Küste zeigt sich am nördlichen Isthmus von Kefalos von ihrer ursprünglichen Seite. Der Volcania Beach liegt auf der Höhe des Magic Beach und steht im vollen Kontrast dazu, er wirkt wild und ungezähmt und dennoch einsam und still. Die staubige Zufahrtsstraße führt an der Volcania Winery vorbei. Wer ein Tröpfchen verkosten möchte, dem wird eine telefonische Voranmeldung im kleinen Familienweingut empfohlen.
→ Hier findest du unsere persönliche Hitliste der besten Strände von Kos: Kos Strände
Der Kochylari Beach schleißt sich weiter westlich an und liegt ebenfalls offen im Wind. Genau das macht ihn besonders attraktiv für Kitesurfer, die hier fast ganzjährig ideale Bedingungen vorfinden. Leider spült es auch immer wieder große Mengen an Seegras an. Zum Sonnenbaden ist der Strand aber einer unserer Lieblingsplätze auf Kos.
Oberhalb des Strandes liegt das Kochylari Restaurant von Maria und Nikos, das sehr zu empfehlen ist. Die griechische Küche hier ist erfrischend anders und die Atmosphäre herzlich und familiär. Unsere Tochter fühlt sich auf dem Kinderspielplatz neben dem Restaurant immer pudelwohl. Das Team bietet tagsüber in der Saison sogar einen Lieferservice an den Strand an und vermietet auch Liegen.
Der Limnionas Beach liegt nur wenige Minuten weiter westlich und ist etwas geschützter. Ein Wellenbrecher hält den Wind ab und sorgt für ruhiges Wasser, weshalb der schmale Sandstrand im Sommer entsprechend gut besucht ist. Das Liminonas Restaurant ist recht schlicht, die Preise dafür eher hoch, doch der Meerblick zum Sonnenuntergang entschädigt dafür.
#2 Agios Stefanos Beach & Basilika
Hinter der letzten Bergkuppe, die du beim Passieren des Isthmus erreichst, eröffnet sich der Blick auf die wunderschöne Bucht von Kefalos mit der vorgelagerten Felseninsel Kastri. Von einem Aussichtspunkt auf der linken Straßenseite kannst du diese Bilderbuchkulisse perfekt fotografieren.
Zum Strand hinunter geht es bei der Einfahrt zum Ikos Aria Resort. Die Straße wurde kürzlich neu geteert und führt bis zu einem Schotterparkplatz. Daneben liegen die beeindruckenden Überreste der frühchristlichen Basilika Agios Stefanos aus dem Jahr 554 n. Chr.
Das knapp 1.500 Jahre alte Gotteshaus wurde vermutlich auf den Fundamenten eines antiken Tempels erbaut und erst 1932 von italienischen Archäologen wiederentdeckt und freigelegt. Dabei wurden auch einige Säulen wieder aufgerichtet. Auf der frei zugänglichen Anlage sind die Grundmauern der dreischiffigen Basilika, ein Taufbecken und filigrane Bodenmosaike noch vorhanden. Die Lage direkt am Meer ist wirklich faszinierend und ein echtes Postkartenmotiv von Kefalos.
→ Alles Wichtige für deinen Besuch des Agios Stefanos Beach findest du hier: Agios Stefanos auf Kos
#3 Insel Kastri
Direkt gegenüber dem Ruinenfeld liegt die kleine Felseninsel Kastri. Entsprechend dem Namen (griech. Kastro = Burg) befand sich auf der Insel vermutlich im Mittelalter ein Wehrturm, der den Küstenstreifen überwachte. Bei ruhiger See kannst du als guter Schwimmer bis zur Insel mit ihrer blau-weißen Kapelle Agios Nikolaos hinüberschwimmen. Besonders reizvoll ist die Stimmung am Abend oder am Morgen, wenn die Sonne die gesamte Bucht von Kefalos in ein warmes Licht taucht.
Auch wenn es nur 150 Meter sind, bedenke, dass die Strömung je nach Windrichtung variiert. Die Bucht von Kefalos beheimatet eines der ältesten Surfreviere von Griechenland. Seit Jahrzehnten ist Kefalos bei Windsurfern aus aller Welt besonders beliebt. Egal ob Anfänger oder Profis – bei Kefalos Windsurfing wird man fündig. Neben Surfbrettern kannst du auch Kajaks und SUPs ausleihen.
#4 Die Dörfer Kamari & Kefalos
An der Küste liegt die Ortschaft Kamari, die sich aus den Siedlungen Onia und Kampos zusammensetzt. Selbst im Hochsommer ist diese Gegend auf Kos selten überlaufen. Entlang der schnurgeraden Hauptstraße, die sich durch die Ortschaft zieht, haben sich Mietwagenverleiher (Unsere Empfehlung: Kastri Holidays Car Rentals), Mini-Märkte mit Souvenirshops, Bars und Tavernen niedergelassen.
Vom Kefalos Market führt die Uferstraße bis zum Hafen von Kamari. In der Saison werden von hier Ausflüge zur Nachbarinsel Nisyros oder zu einsamen Stränden am Kap Routhianos unterhalb der Höhle Aspri Petra angeboten. Am Ende des Ortes befinden sich einige gute Cafés und Tavernen (Tipp: Sydney Bar & Grill) an der Uferpromenade, die abends eine tolle Atmosphäre bieten.
Oberhalb des Hafens liegen die Ruinen einer alten Kaolin-Mine aus dem frühen 20. Jahrhundert, ein Zeugnis der industriellen Vergangenheit von Kos. Es gib kaum Wege hinauf zur alten Grube, von einer Erkundung raten wir ab. Von Kamari aus geht unsere Entdeckungstour weiter ins Oberdorf von Kefalos. Entweder wählen wir die windige Nebenstraße vom Hafen aus oder wir fahren über die Hauptstraße vorbei an der blau-weißen Kirche Metamorfoseos Sotiros ins große Dorf.
Oberdorf Kefalos
Das große Dorf Kefalos ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Gemeinde und liegt auf einem Hochplateau. Die Ortschaft hat heute etwa 2.000 Einwohner und ist neben Zipari das größte Dorf von Kos. Früher befand sich in der Nähe des heutigen Dorfes die antike Inselhauptstadt Astypalaia, Heimat von Hippokrates. Astypalaia wurde vermutlich während eines Erdbebens um 500 v. Chr. zerstört, die Überreste sind heute noch um das moderne Dorf verteilt.
Der Tourismus spielt hier nur eine untergeordnete Rolle, sodass Kefalos vor allem Wohn- und Rückzugsort für Einheimische bleibt. Im ruhigen Ortskern steht die große Kirche Isodia Tis Panagia und an der Durchfahrtsstraße gibt es neben Geschäften des täglichen Bedarfs auch einige Cafés, Tavernen und Snack-Bars. Von den Shops in Kefalos sind DeliGusto (Feinkost) und Honeycomb (Honigprodukte) besonders hervorzuheben.
Am nördlichen Ausgang von Kefalos, auf dem Gelände des Mylotopi Restaurant (solide Speisen, schöner Blick, leicht erhöhte Preise), befindet sich eine restaurierte Windmühle und ein kleines Museum. Alte Werkzeuge und Alltagsgegenstände, die liebevoll bewahrt und perfekt in Szene gesetzt wurden, erzählen vom einstigen Leben in Kefalos. Das Panorama, das sich vom Parkplatz vor dem Restaurant aus bietet, zählt zu den schönsten auf Kos.
#5 Kastell von Kefalos
Am östlichen Ortsrand liegen die Ruinen des mittelalterlichen Kastells von Kefalos, das nach einem Erdbeben im Jahr 1493 weitgehend zerstört wurde. Die Burg stammt aus byzantinischer Zeit und diente vermutlich schon in der Antike als Befestigungsanlage zum Schutz vor Angreifern, die gut vom Meer aus gesichtet werden konnten.
Heute sind nur noch spärliche Überreste vorhanden und es gibt keinerlei Infotafeln. Der kurze Aufstieg auf das Festungsplateau lohnt sich jedoch zu jeder Tageszeit wegen der herrlichen Aussicht auf den Golf von Kefalos. Danach bietet sich ein Besuch im Heimatmuseum des Mylotopi Restaurants an, welches nur vier Gehminuten entfernt liegt.
Von Kefalos hältst du dich westlich Richtung Ortsausgang und kurz darauf können eifrige Geschichtsfans an einem Parkplatz mit Brunnen Halt machen und die Überreste eines antiken Theaters (Archaio Theatro) sowie eines Tempels (Palatia) besichtigen. Die ehemalige Kultstätte aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. liegt etwa 50 Meter unterhalb der Straße. Zwei Sitzreihen, marmorne Säulenstümpfe und Mauerblöcke sind noch erhalten. Das Zwitschern der Vögel und der Duft der Pinien machen den Ort trotz seiner Schlichtheit reizvoll.
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#6 Panoramastraße von Kefalos
Ausgangspunkt einer spektakulären Entdeckungstour des einsamen Westens von Kos ist das Dorf Kefalos. Eine asphaltierte Straße durch wilde Berglandschaft führt uns ins Hinterland der Halbinsel. Auf dem Weg Richtung Südwestkap bieten sich immer wieder spektakuläre Ausblicke auf den Golf von Kefalos. Die Straße führt am Berg Zini vorbei und wird spürbar schlechter. Aufmerksame Kos-Urlauber erspähen die Ruinen einer kleinen Burg die sich an den Ausläufern des Berges Zini befindet.

Die kleine Burg Kastelli (GPS 36.711413, 26.966268) am südwestlichen Ende von Kos lag strategisch günstig zur Kontrolle der Meerenge zwischen Nisyros, Gyali und Kefalos. Bereits im 13. Jahrhundert befand sich hier eine Befestigungsanlage, die im 15. Jahrhundert von den Johannitern verstärkt wurde.
Heute ist die Burg weitgehend verfallen und ein echter Geheimtipp auf Kos. Der Aufstieg über einen unbefestigten Trampelpfad erfolgt auf eigene Gefahr, bietet aber spektakuläre Ausblicke in schwindelerregender Höhe auf den Routhianos Beach. Bei Weiterfahrt über die Höhenstraße eröffnen sich erste Blicke auf die Westküste von Kos.
#7 Höhle Aspri Petra
Eine Schotterpiste führt von einem Obelisken unterhalb des Berges Zini entlang, bis linker Hand ein kleines Schild den Trampelpfad zur Höhle weist. Schon von weitem kannst du ein markantes Felsenfenster ausmachen. Direkt darunter liegt die prähistorische Höhle Aspri Petra (griechisch: weißer Stein), die du nach einem kurzen Aufstieg von etwa 10 Minuten erreichst.
Die Aspri Petra Höhle diente in der Jungsteinzeit (ca. 5.000 v. Chr.) als einfache Wohnstätte. Archäologen fanden hier die ältesten Siedlungsspuren der Insel Kos, darunter steinzeitliche Speerspitzen und Tongefäße aus verschiedenen Epochen. Einige der Fundstücke sind im archäologischen Museum von Kos-Stadt ausgestellt.
Auch wenn die Höhle selbst recht unspektakulär ist, zeugt sie von der frühen menschlichen Besiedlung der Ägäis. Heute dient sie Ziegen als Unterschlupf. Beeindruckend ist jedoch der Ausblick vom Felsenfenster oberhalb der Aspri Petra Höhle. Von hier aus hast du einen fantastischen Blick auf das Kap Routhianos und die Nachbarinseln im Süden von Kos.
Wanderung zum Gipfel Zini
Unweit der Höhle Aspri Petra erwartet dich eine kurze, aber lohnenswerte Wanderung. Vom Obelisken sind es etwa 1,5 Kilometer bis zum Gipfel, dafür haben wir etwa 25 Minuten gebraucht. Schon von weitem siehst du den Sendemast auf dem 362 Meter hohen Berg Zini, der übrigens vulkanischen Ursprungs ist.
Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde am Berg Zini das Aluminiumerz Bauxit und Kaolin abgebaut. Davon zeugen heute die verlassenen Stollen bei Kamari und die Verladerampen unterhalb von Aspri Petra. Auf dem Gipfel angekommen, erblickst du die blau-weiße Kirche Panagia Ziniotissa. Von der Kapelle aus sind es nur noch ein paar Meter bis zum Traumpanorama. Vorsicht: Es gibt keine Absperrung, teilweise fällt der Hang senkrecht hinab!
#8 Kap Krikelos & Agios Mamas
Hinter dem Agios Ioannis Kloster endet die Asphaltstraße. Von dort aus geht es zu Fuß oder mit einem geländetauglichen Fahrzeug etwa 5 Kilometer weiter über eine marode Schotterpiste bis zum südwestlichsten Zipfel von Kos, dem Kap Krikelos. Rau und wild wirkt dieser Landstrich, kaum zu glauben, dass man sich auf einer griechischen Insel mit 1,5 Millionen Besuchern pro Jahr befindet.
Inmitten absoluter Einsamkeit thront die hübsche, blau-weiße Kapelle Agios Mamas. Daneben befinden sich ein betonierter Glockenturm und ein kleines Häuschen, das bei Feierlichkeiten wie dem Namenstag der Kirche am 2. September genutzt wird. Von der Kapelle aus hast du eine grandiose Aussicht – inmitten der tiefblauen Ägäis kannst du die benachbarten Inseln Gyali und Nisyros ausmachen.
Genieße die Stille an diesem himmlischen Ort. Selbst in der Hauptsaison verirren sich hierher nicht viele Urlauber, denn die Straße hat in den letzten Jahren extrem gelitten. 2025 sind wir mit unserem Suzuki Allrad bei der Hälfte der Strecke umgekehrt. Nur zu empfehlen für Quads oder Enduros – die letzten paar Hundertmeter gehst du lieber zu Fuß.
#9 Kavo Paradiso Beach
Auf dem Rückweg lohnt sich ein Badestopp an einem der schönsten Strände von Kos. Kavo Paradiso – der Name ist Programm: Ein schroffer Felssporn ragt weit ins Meer, das Wasser schimmert in den schönsten Blautönen, der lange, feine Sandstrand lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein.
Leider ist die Abfahrt steil und holprig, durchzogen von bis zu 30 Zentimeter tiefen Bodenwellen und Löchern. Anfang der Saison wird die Piste meist begradigt – wer im Mai und Juni kommt, hat noch Glück. Nach einem langen Sommer sieht der Weg im Oktober aus wie ein Geröllfeld. Wer sich die marode Piste sparen möchte, wandert die zwei Kilometer lieber bis zur Küste.
Unten empfängt dich das Wellenrauschen, der goldene Strand ist eine Augenweide und teils von Felsen gesäumt, wo sich das Meer schäumt. Selbst in der Hauptsaison hält sich der Andrang wegen der abgelegenen Lage in Grenzen.
Es gibt eine rustikale Strandbar mit Liegen und Schirmen, die bisweilen sehr laute Musik spielt und die Preise sind wegen der Lage erhöht. Wir nehmen uns immer ein Strandtuch mit und legen uns etwas abseits der Piratenbar, um das Wellenrauschen zu genießen.
Der Rest des Strandes ist naturbelassen, sodass du dich dort ungestört erfrischen kannst. Kavo Paradiso eignet sich perfekt für Strandspaziergänge. Wer mag, spaziert am Felsriff vorbei nach Süden. Danach folgt eine Kieselsteinpassage und schließlich der hintere Lakia Beach. Hier hat sich eine riesige Sanddüne gebildet – Robinson-Crusoe-Feeling inklusive!
#10 Kloster Agios Ioannis Thymianos
Am Kloster Agios Ioannis Thymianos endet die in die Jahre gekommene Asphaltstraße. Die Anlage ist zwar nicht mehr dauerhaft bewohnt, ein Besuch lohnt sich jedoch allemal. Besonders sehenswert ist die fotogene Kapelle mit ihren beeindruckenden Wandmalereien und dem aufwendigen Bodenmosaik aus Meereskieseln. Der Ausblick vom Klosterhof auf die tiefblaue Ägäis ist atemberaubend und lädt zum Tagträumen ein.
Um das Kloster herum wächst wilder Thymian in Hülle und Fülle. Sein Duft ist betörend und lockt Bienen an, die den Nektar für den Thymianhonig von Kos sammeln. Das Kloster wurde vermutlich im 15. oder 16. Jahrhundert erbaut. Es verwaiste über die Jahrhunderte und zerfiel. Seit den 1990er Jahren finden umfassende Renovierungen statt, bei denen viele Gebäude instand gesetzt und teilweise rekonstruiert wurden.
Seither wird das Kloster zu bestimmten Feiertagen für Gottesdienste sowie für lokale Festlichkeiten wie Hochzeiten und Taufen genutzt. In den Sommermonaten befindet sich im hinteren Teil der Anlage das rustikale Traditional Cafe, das kühle Getränke und ein paar Snacks serviert. Am 28. August jeden Jahres erwacht der Ort der Stille so richtig zum Leben, dann wird im Kloster das Kirchweihfest zu Ehren des Heiligen Johannes (Agios Ioannis) gefeiert.
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#11 Küste von Agios Theologos
Ein ereignisreicher Tag neigt sich dem Ende. Fahre zurück bis zur Weggabelung nach Kefalos und schlage dann den Weg gen Westen nach Agios Theologos ein. Die Straße schlängelt sich malerisch hinunter zur Küste. An besonders klaren Tagen lässt sich in der Ferne die Insel Astypalea am Horizont erkennen.
Auf dem Weg kommst du am Honigstand Papoura der Familie Papavassiliou vorbei, an dem du den schmackhaften Honig der Region probieren und als Souvenir mit nach Hause nehmen kannst. Der Honig von Kos, insbesondere der aromatische Thymianhonig, zählt zu den besten der Ägäis. Er wird seit Jahrhunderten auf traditionelle Weise gewonnen und ist somit ein Teil der gelebten Inselkultur.
Die Asphaltstraße endet direkt an der wilden Küste von Theologos. Auf dem Schotterparkplatz unterhalb des ansässigen Theologos Restaurant stellst du dein Mietfahrzeug ab. Gelegentlich kann man hier Surfer im Meer beobachten. Mit einem geländetauglichen Fahrzeug kannst du die unbefestigte Piste noch ein Stück gen Süden weiterfahren und erreichst nach 1,5 Kilometern die blau-weiße Kapelle Agios Theologos.
Einige Meter weiter befinden sich mehrere einsame Buchten, die für ungestörten Badespaß sorgen. Da die Küste von Theologos ständiger Erosion unterliegt, erfolgt das Betreten auf eigene Gefahr. Zweifellos herrscht hier eine Stimmung wie am Ende der Welt. Je nach Strömung kann jedoch Seegras angespült werden. Die Straße endet am Tripiti Beach, dessen eigenwilliger Besitzer seit Jahren für zwiespältige Meinungen bei Urlaubern sorgt.
Noch mehr einsame Kefalos Strände
Wenn du noch nicht genug vom Abenteuer hast, gibt es im Nordwesten der Kefalos-Halbinsel noch viel mehr zu entdecken. Die staubigen Wege sind jedoch miserabel und teilweise nur mit dem Quad oder dem Enduro-Motorrad befahrbar. Der Windpark von Kos ist schon von weitem auszumachen und dient stets als Orientierungspunkt. In der kargen Landschaft sprießen sogar noch vereinzelt natürliche Quellen aus dem Nichts.
Bitte nimm ausreichend Wasser mit, fahre nie allein und kontrolliere den Tank deines Leihfahrzeugs. In der Ödnis will man schließlich nicht stecken bleiben. Am einfachsten zu erreichen ist der Kata Beach. Vom Abzweig bei der hübschen Kapelle Agia Irini Chrysovalantou geht eine Schotterpiste gen Norden. Der weitläufige Strand ist der ständigen Brandung ausgesetzt und bis auf den Hochsommer naturbelassen.
#12 Restaurant-Empfehlungen für Kefalos Kos
In der Region Kefalos gibt es einige Einkehrmöglichkeiten. An den Stränden am Isthmus findest du sowohl Strandrestaurants als auch rustikale Kantinen. Die Qualität der Restaurants am Meer ist durchwachsen und die Preise bisweilen erhöht. Wir empfehlen, vorher die Bewertungen auf Google oder Tripadvisor zu lesen. Preiswert essen kannst du in Kamari und im Oberdorf von Kefalos. Bedenke, dass es im einsamen Westen von Kos so gut wie keine Einrichtungen mehr gibt.
Im Folgenden haben wir eine kleine Auswahl an Cafés und Restaurants auf der Kefalos Halbinsel für dich zusammengestellt:
- Kochylari Restaurant, am Kohilari Beach
- Mr. Gelato, in Kamari
- Ficus Food & Beverage, in Kamari
- Go Brunch, in Kefalos
- Souvlike, in Kefalos
- …
Du möchtest noch mehr Restaurant-Tipps für Kefalos?
→ In unserer Google-Karte findest du alle empfehlenswerten Cafés und Tavernen auf Kos: Zur Kos Karte
Weitere Kos Tipps für deinen Urlaub
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Kefalos Hotels & Studios: Unsere Empfehlungen
Kefalos und Kamari sind ideal, um auf Kos zu übernachten. In Kamari gibt es viele Apartments, Studios und Familienhotels in Strandnähe sowie im grünen Hinterland. Große Hotelanlagen wie in Tigaki oder Marmari gibt es in Kefalos bisher nicht. Gerade Selbstversorger, die sich gerne unter Einheimische mischen, fühlen sich hier wohl. Wenn man dem Massentourismus auf Kos entkommen möchte, dann am besten hier.
Anbei erhältst du unsere Empfehlungen zum Übernachten auf der Kefalos-Halbinsel, sortiert nach Budget (Links zu Booking.com*):
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- Kefalos Ferienhäuser & Villen ($$): Saint Nicholas Houses*, Cute Apartments*
- Kefalos Apartments & Stuidos ($): Nefeli Apartments*, Panorama Studios*
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Hier findest du noch mehr Tipps zur Region sowie viele weitere nützliche Beiträge über die Insel Kos:
FAQ: Häufige Fragen zu Kefalos Kos
Wo liegt Kefalos auf Kos?
Kefalos liegt ganz im Westen von Kos, etwa 40 Kilometer von Kos-Stadt entfernt. Die Halbinsel ist über einen schmalen Isthmus mit dem Rest der Insel verbunden.
Welcher Strand in Kefalos ist am schönsten?
Das ist Geschmackssache! Agios Stefanos Beach punktet mit der Basilika und Blick auf die Insel Kastri, der Paradise Beach ist familienfreundlich und Kavo Paradiso am einsamsten und spektakulärsten.
Ist Kefalos ruhig oder touristisch?
Die Region Kefalos gilt als entspannte Ecke auf Kos. Das Dorf Kefalos ist sehr authentisch und ruhig. Die Strände am Isthmus von Kefalos und in Kamari sind touristischer, aber selbst im Hochsommer weniger überlaufen als Tigaki oder Kardamena.
Braucht man einen Mietwagen für Kefalos?
Ja, ein Mietwagen für Kefalos wird dringend empfohlen. Die abgelegenen Highlights wie Aspri Petra, Kavo Paradiso, Agios Mamas und Agios Theologos sind nur per Auto oder Motorrad erreichbar.
Wie lange braucht man für Kefalos?
Für die Hauptstrände der Kefalos Halbinsel reicht ein halber Tag. Für die komplette Panoramaroute mit Aspri Höhle, Berg Zini, Thymianos Kloster und abgelegenen Buchten solltest du einen ganzen Tag einplanen.
Gibt es FKK-Strände in Kefalos?
Ja, der Exotic Beach am Isthmus ist bei Nudisten beliebt. Auch an den abgelegenen Buchten bei Agios Theologos wird FKK toleriert.
Welche Inseln sieht man von Kefalos?
Direkt vor dem Agios Stefanos Beach liegt die kleine Insel Kastri. In der Ferne erkennst du Nisyros und Gyali. An der Westküste ist bei klarer Sicht sogar Astypalea am Horizont sichtbar.
Kann man zur Insel Kastri schwimmen?
Ja, als guter Schwimmer schaffst du die 150 Meter. Beachte aber die Strömung, die je nach Windrichtung variiert und dich je nach Wellengang auch von der Insel Kastri wegtreiben kann.
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