Olymp Griechenland: Wanderung zum Sitz der Götter

Gastbeitrag von Andrea Eisele

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Der Olymp. Sitz der Götter. Nicht nur Kennern der griechischen Mythologie ist er ein Begriff. Auf dem Olymp in Griechenland, dem lichterfüllten Berg in den Wolken, lebt Göttervater Zeus mit elf seiner engsten Vertrauten, unter ihnen die schöne Aphrodite, Hera, Poseidon und Athene.

»Der Berg Olymp – Griechenland mal ganz anders Erleben!«

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Das Olymp-Gebirge: Ein Besuch bei den Göttern

Einmal im Leben dort hinauf? Warum eigentlich nicht. Doch der Berg aus der antiken Mythologie ist gar kein Berg, sondern ein ganzes Gebirge. Das Olymp- Gebirge im Süd- Westen der Makedonischen Hauptstadt Thessaloniki erstreckt sich vom Ägäischen Meer bis auf 2.918 m hoch. In diesem Beitrag erfährst du alles über die Region um den höchsten Berg Griechenlands:

Was macht den Olymp in Griechenland so besonders?

Während unten am Meer Einheimische wie Touristen bei 30 Grad im Schatten am Strand liegen oder sich in die türkisfarbenen Fluten der Ägäis stürzen, herrschen hier oben selbst in den Sommermonaten Temperaturen um die 0 Grad.

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Ein kühler Ort selbst im Sommer

Vorab sei gesagt: Die Wanderung bis hinauf auf einen der vier höchsten Gipfel, Mytikas, Skolio (2.911), Stefani (2.909) oder Skala (2.866) ist technisch nicht ganz einfach. Du solltest entweder erfahren sein, was das Bergsteigen angeht oder dich in jedem Fall vorab gut auf dieses Abenteuer vorbereiten.

Bist du erst einmal oben angekommen, hast du einen eindrucksvollen, fast 3.000 Meter tiefen Blick hinunter aufs Meer. Ein atemberaubender Ausblick, der uns wieder einmal vor Augen führt, wie wunderschön unsere Erde ist.

Wenn wir an Griechenland denken, denken wir nicht unbedingt als erstes an eine Wanderung im Hochgebirge. Doch dieses einzigartige Land ist noch so viel mehr als traumhafte Inseln mit pittoresken Dörfern, geschichtsträchtige Ruinen, atemberaubende Sonnenuntergänge und vielleicht das beste Essen Europas. Obwohl jeder einzelne dieser Punkte schon für eine Griechenland Reise spricht, lädt Hellas mit seiner wunderschönen Landschaft auch zum Wandern ein.

Olympos Nationalpark Wandern in Griechenland
Wilde Natur in Griechenlands Bergregion

#1 Wanderung Olymp: Die beste Reisezeit

In den Sommermonaten zwischen Mai und September kannst du bedenkenlos den Aufstieg wagen. Ein paar Schneefelder in höheren Lagen gibt es meist das ganze Jahr über, aber mit der richtigen Ausstattung (Wanderschuhe, Teleskopstöcke) überwindest du diese schnell und sicher.

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Kaiserwetter zum Wandern

→ Mehr Informationen zum Wetter in der Bergregion von Griechenland inklusive Klimatabellen findest du in unserem Beitrag: Beste Reisezeit für Griechenland

#2 Wanderrouten auf den Olymp

Es gibt verschiedene Wanderrouten, die bis hinauf auf einen der höchsten Gipfel des Olymp-Massivs führen. Welche Route du einschlägst, hängt davon ab, wie viel Zeit du für die Wanderung mitbringst und wie erfahren du bist.

Für dein Abenteuer fernab des Massentourismus’ solltest du aber mindestens zwei oder drei Tage einplanen. Die kürzeste Wanderung bis zum Olymp- Massiv startet von der Taverne Priònia aus und beträgt als einfache Strecke etwa 7,5 Kilometer. Es werden ca. 1.600 Höhenmeter zurückgelegt.

Wanderung Mytikas Olympos Gebirge Karte
Wanderung von Prionia auf den Mytikas

Die komplette Wanderung entlang des E4 Wanderweges ab Litochoro beträgt als einfache Strecke mindestens 20 Kilometer. Es werden ca. 2.400 Höhenmeter zurückgelegt. Du kannst wahlweise entlang des Flusses Enipeas mit seinen zahlreichen Wasserfällen oder oberhalb der Enipeas Schlucht wandern.

Aufstieg Olymp Berg Griechenland Litochoro Wanderung
Aufstieg ins Olymp-Gebirge ab Litochoro

→ Hier findest du eine detaillierte Olymp- Wanderkarte mit Route: OpenStreetMap

1. Tag: Litochoro – Hütte „Spilios Agapitos“

Von Litochoro aus wanderst du immer entlang des Enipeas, dem reißenden Fluss, der sich über die Jahrtausende eine tiefe Schlucht in den Fels gegraben hat. Es geht über saftige grüne Wiesen und über wunderschöne alte Holzbrücken, die den Fluss überspannen und dir den Weg hinauf zu seiner Quelle in Priònia weisen.

Das dichte Blätterwerk der vielen Buchen und Kiefern schützen dich vor der sengenden Sonne, die gelegentlich durch das Grün blinzelt und auf dem Enipeas einen glitzernden Tanz aufführt. Immer mal lassen die Bäume einen sehnsüchtigen Blick nach oben zu, auf die Gipfel des Olymps.

Auf deinem Weg kommst du vorbei an einer Höhle, in der der Heilige Dionysios als Asket gelebt haben soll und an dem nach ihm benannten Kloster. Das Kloster kann von April bis Oktober besichtigt werden.

Kloster Agios Dionysios Litochorio Makedonien
Zu Besuch im Kloster Agios Dionysios

Neben unzähligen kleinen Bächen, die als Rinnsale die Schneeschmelze der Gipfel hinunter ins Meer tragen, säumen auch spektakuläre Wasserfälle deinen Weg. Die Wanderung durch die Enipeas-Schlucht ist sehr gut durch gelbe Pfeile und Wegweiser ausgeschildert. Es ist der Internationale Wanderweg E4, den du hier gehst.

Verwunschene Wälder und frisches Quellwasser

Bis zum Parkplatz und zur Quelle des Enipeas in Priònia bist du mit kurzen Pausen etwa fünf Stunden unterwegs. Hier angekommen solltest du unbedingt deine Wasservorräte noch einmal auffüllen, denn ab jetzt, wird das Wasser bis hoch auf den Gipfel knapp. Wie wäre es mit einer kleinen Erfrischung, indem du deine Füße in einem der vielen Teiche mit kristallklaren Wasser am Wegrand ausruhst?

Wenn du eine Stärkung brauchst, kann ich dir die Ziegensuppe in der Taverne Prionia empfehlen. Bis zur Hütte „Spilios Agapitos“ bist du etwa drei weitere Stunden unterwegs. Auf lehmigen Pfaden wanderst du durch einen verwunschenen Zauberwald, in dem hinter jedem Baum und auf jedem Stein eine Nymphe zu sitzen scheint.

Wenn du kaputt und müde in deiner heutigen Unterkunft ankommst, gibt es nichts schöneres, als erst einmal die Füße hochzulegen und anschließend den Abend mit den anderen Wanderern im Kaminzimmer bei einer erstklassigen Pasta ausklingen zu lassen.

2. Tag: Hütte „Spilios Agapitos“ – Mytikas – Hütte „Giosos Apostolides“

Am frühen Morgen geht es fit und munter in Richtung Gipfel. Der Pfad schlängelt sich erst ein Stück in engen Serpentinen hinauf, bevor er sich aufteilt. Weiter gerade aus geht es auf direktem Weg zum Skala, nach rechts hoch zum Plateau der Musen, auf dem sich auch die Hütten B und C befinden.

Bist du heute erst in Priònia losgelaufen und damit bereits über drei Stunden unterwegs, empfiehlt es sich, den anstrengenderen Weg zum Plateau zu nehmen, in einer Berghütte einzukehren und erst am nächsten Morgen den Gipfel der Götter in Angriff zu nehmen.

Griechenland Gebirge Olympos Nationalpark Hochalpines Gelaende
Die Gipfel des Olympmassivs

Andernfalls läufst du jetzt weiter geradeaus und kommst schon nach knapp einer Stunde an die Baumgrenze. Ab hier wird der Weg steinig und schroff, ein echtes Hochgebirgsidyll. Nach gut zwei Stunden hast du den vierthöchsten Gipfel, den Skala erreicht.

Traust du es dir zu und bist du ein erfahrener Wanderer, vielleicht auch schon mal im Gebirge geklettert, dann kannst du dich von hier aus nach rechts wenden. Vor dir tuen sich die gewaltigen Zinnen des Mytikas auf. Du besteigst ihn nun von seiner Rückseite. Der schmale Geröllpfad, der sehr steil hinauf führt nennt sich Kakoskala, was so viel bedeutet wie „schlechte Stufen“ und genau das sind sie auch.

Angekommen auf dem Thron der Götter

Den Mytikas zu besteigen ist eine echte Herausforderung, aber dass es uns die Götter nicht leicht machen, konnten wir uns ja bereits vorher denken. Oben angekommen hast du bei guter Sicht einen atemberaubenden Blick hinüber bis nach Chalkidiki, und im Norden sogar bis zu den Nachbarstaaten Albanien und Bulgarien. Ein Eintrag in das Gipfelbuch ist ein Muss.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob du den Aufstieg wagen willst, kommst du vom Skala aus auch relativ einfach rüber auf den Skolio, den zweithöchsten Gipfel des Gebirges. Aus 2.911 Metern ist die Sicht mindestens ebenso beeindruckend, und die Wolken liegen dir garantiert auch hier zu Füßen wie ein weiches, weißes Meer.

Olympos Griechenland Hoechster Berg Lichtender Hochnebel
Der Nebel auf dem Mytikas lichtet sich

Genau unter den Gipfeln verläuft das Plateau der Musen, welches du über einen schmalen Kletterpfad von den Gipfeln aus erreichst. Immer wieder kommt es um das Plateau herum auch zu plötzlichem Hochgebirgsnebel. Sollte das der Fall sein, mache lieber eine kleine Pause und gehe erst weiter, wenn du wieder mehr Sicht hast.

Entlang einer kegelförmigen Schlucht führt ein steiniger aber relativ breiter Weg bis zur Hütte „Giosos Apostolides“, in der du nach deiner anstrengenden Wanderung heute einkehren darfst. Von der unteren Hütte bis auf den Mytikas benötigst du etwa drei Stunden und vom Gipfel bis zur Hütte auf dem Plateau der Musen nochmal eine Dreiviertelstunde.

Auch wenn dies keine lange Wanderung ist, solltest du nicht unterschätzen, dass du dich auf fast 3.000 Meter Höhe befindest und dass dir das Erklimmen der Gipfel einiges abverlangen kann. Mache es dir also am Feuer bei einem leckeren Bergtee gemütlich. Die Kräuter für den Tee wachsen allesamt hier auf dem Boden des Olymp-Massivs.

3. Tag: Hütte „Giosos Apostolides“ – Priònia – Litochoro

Du kannst heute entweder den gleichen Weg zurück nehmen, den du gekommen bist oder du läufst den direkten aber auch schwierigeren Weg hinab nach Priònia. Vom Plateau der Musen aus geht es gleich sehr steil an einer Felswand bergab.

Nach nur wenigen 100 Metern eröffnet sich dir ein unbeschreiblicher Blick über das Enipeas-Tal mit seinen zahlreichen Grüntönen und bis hinaus auf das weite glitzernde Meer. Ein krasser Kontrast zu dem felsigen, unwegsamen Gelände um dich herum, auf dem nur hier und da vereinzelt ein Nadelbaum in der kargen Ödnis steht.

Zwischen den schroffen Steinen lugt drahtiges Gestrüpp hervor. Und manchmal, wenn man ein wenig Glück hat, sieht man an diesem Gestrüpp Gämse knabbern oder sich Gebirgsfüchse dahinter verstecken.

Olymp Tierwelt Gaemse auf Berg Plateau
Genügsame Bergbewohner

Hast du den Steilhang hinter dir gelassen, querst du auch im Sommer eines der noch übrigen Schneefelder. Sei hier besonders vorsichtig, damit du nicht abrutscht und eine kleine Schneelawine auslöst.

Schon kurz unterhalb dieses Schneefeldes lässt du die felsigen Flanken hinter dir und betrittst wieder die Föhren- und Buchenwälder des Olymp. Das Vogelgezwitscher wird lauter und aus der Ferne kannst du bereits die reißenden Wassermassen des Enipeas hören.

Nach knapp drei Stunden erreichst du wieder die Hütte „Spilios Agapitos“, und nach weiteren zweieinhalb bis drei Stunden kannst du deine Füße in das wohlverdiente kühle Nass der Quelle des Enipeas in Priònia halten.

Es ist nun dir überlassen, ob du deine Wanderung bis nach Litochoro fortsetzt, dir ein Taxi rufst – das kostet etwa 25 €, du auf den Bus wartest – oder mit einem der vielen Wanderer mitfährst. Hier sind die Menschen gern bereit einen Gleichgesinnten mitfahren zu lassen. Und nach unten müssen sie sowieso, warum also nicht in bester Gesellschaft und sich dabei nochmal über die Highlights des Olymp- Abenteuers austauschen?

#3 Landschaft im Olymp Gebirge

Das Gebiet rund um den Olymp wurde 1938 zum ersten Nationalpark Griechenlands erklärt. Wer einmal dort war, den wundert es nicht, denn die Bergregion besticht durch eine einmalig schöne und vielfältige Landschaft.

Das gesamte Areal ist Biosphärenreservat und beherbergt neben Gämsen, Murmeltieren, Füchsen und Rehen auch Wildschweine und seltene Wildkatzen. Bis 2008 hat es sogar noch Bären in dieser Gegend gegeben. Es ist das Ursprüngliche, was einen in der Region rund um den Olymp- Nationalpark fasziniert.

Die unberührte Natur, fernab menschlichen Eingreifens, besticht durch traumhafte Kulissen aus malerischen Wasserfällen, unbändigen Strömen aber auch romantischen Bachläufen, die sich ihren Weg über karges, alpines Terrain und durch saftige, moosgrüne Täler schlängeln.

Es ist die wilde Schönheit, die ihre Besucher mit bedrohlichen Schneefeldern, umgestürzten Bäumen und verfallenen Wegen verzaubert. Ein Sehnsuchtsort für jeden Naturfreund. Unaufgeregt und gewaltig zugleich.

Spezialitäten aus dem Olymp- Gebirge

Neben vielen Kräutern und heimischen Beeren wachsen in der Region auch Erdbeerbäume. Sie stellen eine der Grundlagen für den Tsipouro dar, einen Tresterbrand und eine Besonderheit der makedonischen Küche. Der klare Schnaps wird überall, auf ganz besondere Art aber in den Tsipouradika ausgeschenkt.

In den traditionellen Tavernen (Tsipouradika oder Ouzerí) bestellst du als Gast kein Essen, sondern eine Runde Tsipouro und zu jedem Schnaps den du bestellst, bekommst du eine griechische Köstlichkeit, Mezede genannt, gereicht. Vorrangig findest du die Tsipouradika heute noch in der schönen Hafenstadt Volos unterhalb des Pilions.

Buchtipp: Der umfangreiche Reiseführer Nord- und Mittelgriechenland vom Michael Müller Verlag beinhaltet ein informatives Kapitel über das Olymp-Gebirge und über den Aufstieg auf den höchsten Berg. Auf Amazon bestellen: Reiseführer Nord- und Mittelgriechenland*

#4 Berghütten im Olympmassiv

„Spilios Agapitos“ Hütte

Die Bergunterkunft liegt auf 2.100 Metern. Sie ist sehr gut ausgestattet, verfügt über WLAN, ein großes Außengelände, ein gemütliches Kaminzimmer, in dem du dich nach deiner langen Wanderung aufwärmen kannst und im Gegensatz zu den übrigen Hütten sogar über Waschräume mit „richtigen“ Toiletten.

Wandern Griechenland Berghuette Spilios Agapitos
2.100 Meter sind geschafft

Die Hütte kann bis zu 110 Personen aufnehmen. In den Sommermonaten arbeiten bis zu acht Leute hier, die dir ein leckeres Frühstück, Mittag oder Abendessen zaubern und dich mit reichlich Tipps für deine Bergtour versorgen. Übrigens: Die Spaghetti Bolognese waren, nach meiner anstrengenden Wanderung in strömendem Regen, die besten meines Lebens.

„Christos Kakalos“ Hütte

Das Refugium liegt auf 2.650 Metern am unteren Rand des mystisch anmutenden Musen-Plateaus. Die kleinste der drei Berghütten ist sehr heimelig und einfach ausgestattet. Nach der anstrengenden Wanderung braucht es aber auch nicht viel mehr als ein Bett.

18 Wanderer können die Hüttenbetreiber hier oben beherbergen. In einer kleinen Küche werden einfache Speisen, vor allem aber wärmender Bergtee zubereitet, den du dir – selbst im Hochsommer – dick eingekuschelt in dem gemütlichen holzvertäfelten Gemeinschaftsraum schmecken lassen kannst.

„Giosos Apostolides“ Hütte

Mit 2.700 Metern ist sie die höchstgelegene Hütte direkt am Krater des Plateau der Musen, nur kurz unterhalb der vier Hauptgipfel. Bei klarer Sicht bietet sie einen atemberaubenden Blick auf den Stefani, den Thron der Götter, der sich wie der aufgestellte Kamm eines Leguans erhebt und auf den höchsten Gipfel dahinter, den Mytikas.

Olymp Berg Ausblick Stefani
Blick auf den Gipfel des Stefani

Neben zwei Schlafräumen für insgesamt 80 Gäste gibt es auch hier ein Kaminzimmer, in dem du dich bei einer dampfenden Tasse Bergtee, mit Olymp-eigenem Honig, aufwärmen kannst.

Die Hüttenbetreiber halten außerdem warme Wolldecken für durchgefrorene Wanderer bereit und reichen dir neben Wurst- und Käseplatten auch gern eine heiße, leckere Gemüsesuppe.

Die Waschräume befinden sich außerhalb des steinernen Haupthauses und abgesehen davon, dass das Wasser hier oben eiskalt ist, ist es am Ende des Tages auch meist recht knapp. Warmes Wasser gibt es übrigens auf keiner der drei Hütten.

#5 Olymp Wanderung: Was muss mit?

Für eine Wanderung zum Hof der griechischen Götter benötigst du nur leichtes Gepäck. Neben festem Schuhwerk – falls du auf die Gipfel steigen möchtest, sollten dies unbedingt Wanderschuhe sein – erleichtern dir Teleskopstöcke (Auf Amazon kaufen*) den Auf- und Abstieg.

Für die Übernachtung(en) darf ein Hüttenschlafsack (Auf Amazon kaufen*) nicht fehlen, ein schnelltrocknendes Handtuch und Badelatschen oder Flip Flops für die Duschen. Regenjacke, Sonnenhut und/ oder Sonnencreme müssen auch mit. Zu oft wird die Höhensonne unterschätzt, aber einem Sonnenbrand kannst du relativ einfach vorbeugen.

Wichtig ist auch genügend Wasser mit auf deine Wanderung zu nehmen. Das letzte Mal die Flaschen auffüllen kannst du in Priònia, danach wird das Wasser knapp.

Und beim Zeus, nimm unbedingt warme Kleidung mit auf deine Wanderung, die du nach und nach anlegen kannst, je höher du kommst. Ich habe den Fehler gemacht, zu denken, dass es Ende Juni sicher nicht so kalt werden wird.

Aber während es unten am Meer 30 Grad warm ist, kann es auf 2.900 Metern ganz schön kalt sein. Ich jedenfalls habe trotz Schlafsack und Wolldecke nachts ganz schön gefroren.

#6 Ziele in der näheren Umgebung

Stadt Dion

Die Stadt von Göttervater Zeus und Alexander dem Großen war während der hellenistischen Zeit das religiöse Zentrum Makedoniens. Im Osten der heutigen Stadt Dion befinden sich die gleichnamigen, archäologischen Ausgrabungsstätten.

Lange Zeit fanden hier die Olympischen Spiele der Antike statt. Neben den beeindruckenden Überresten alter Tempel und Theater, kannst du auch das angeschlossene archäologische Museum besichtigen.

Der Eintritt für die Ausgrabungsstätte und das Museum kostet 6 €. Im Sommer finden in gigantischer Kulisse des hellenistischen Theaters am Abend Aufführungen statt.

Dionysios Kloster

Auf dem Weg von Litochoro zu den Gipfeln des Olymps kommst du als erstes am neuen, später am alten Kloster des Heiligen Dionysios vorbei. Das neuere Kloster ist noch heute von Mönchen bewohnt.

Das alte Kloster wurde 1542 als „Kloster der Dreifaltigkeit“ von Dionysios gegründet. Immer wieder wurde es in Teilen zerstört, zuletzt 1943 durch die Deutsche Wehrmacht, die griechische Partisanen, die sich im Kloster versteckt hielten, angriffen.

Doch die alten Klostermauern trotzten allen Unruhestiftern und blicken noch heute aus 900 Metern Höhe erhaben auf das vor ihnen liegende Tal. Das leuchtend sandsteinfarbene Kloster inmitten der bewaldeten Berghänge strahlt eine ganz besondere, romantische Ästhetik aus.

Olympische Riviera

Die olympische Riviera erstreckt sich von Katerini im Norden ganze 80 Kilometer bis nach Pori im Süden. Hier treffen die Ausläufer des Bergmassivs auf den Thermaischen Golf. Wenn du unverfälschten, authentischen Hellas-Urlaub an der Küste machen möchtest, bist du an dieser Riviera genau richtig.

Sandstrände reihen sich an Kieselstrände, in den Gassen der kleinen Ortschaften sitzen Griechen bei einem Glas Wein und einer Partie Tavli, und in den Tavernen werden authentische Köstlichkeiten und natürlich der landestypische Tsipouro gereicht.

Meteora Klöster

Nicht weit vom Olymp-Gebirge liegen die einmaligen Klöster von Meteora. Geschaffen von Menschenhand, thronen die sagenhaften Bauwerke auf schmalen, sich gen Himmel reckenden Felsnadeln. Die himmlischen Klöster können sowohl auf eigene Faust mit dem Mietwagen als auch im Rahmen einer organisierten Tour über GetYourGuide* erkundet werden:

➲ Zu den Meteora-Ausflügen*

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Im 9. Jahrhundert zogen Mönche an diesen mystischen Ort inmitten bizarrer Felsformationen. Auf der Suche nach Askese, also völliger Einsamkeit, lebten sie in den Höhlen und Spalten dieser unnatürlich anmutenden Felsen.

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Meteora-Klöster: Dem Himmel so nah

Im 11. Jahrhundert gründeten sie einen Klosterstaat, dem über die Jahrhunderte hinweg 24 schwebende Klöster in schwindelerregender Höhe angehörten. Sechs dieser magischen Orte sind noch heute existent und für Besucher zugänglich.

Mit dem Mietwagen kommst du beispielsweise durch das beeindruckende Tempi-Tal in nur anderthalb Stunden zu den Felsenklöstern.

Mehr Infos über diesen zauberhaften Ort erfährst du in unserem Beitrag: Meteora Klöster

Thessaloniki

Die makedonische Hauptstadt ist unbedingt einen Besuch wert. Sie ist ein bisschen wie die unterschätzte, kleine Schwester von Athen. Eine junge, moderne griechische Metropole mit angesagten Clubs und impulsiven Nachtleben. Abwechslungsreich sind beide Großstädte. Was es bei einer Reise nach Athen zu beachten gibt, erfährst du in unserem Beitrag: Athen Urlaub

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Flanieren entlang der Uferpromenade

Das Szeneviertel Ladadika lädt am Abend zum Ausgehen und tagsüber zum Bummeln durch die vielen kleinen Läden mit allerlei Kunsthandwerk und zum Verweilen in den zahlreichen hippen Cafés.

Die Stadt ist übersichtlich und du erreichst alles schnell und bequem zu Fuß. Das wohl bekannteste Wahrzeichen Thessalonikis ist der Weiße Turm, einer der sieben noch erhaltenden Wehrtürme der Stadt. Du findest ihn unten am Hafen, von wo aus du weiter die hübsche Promenade entlang schlendern kannst.

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Das Wahrzeichen von Thessaloniki

So sehr dieser Teil Thessalonikis einer verkehrsreichen, hektischen Großstadt gleicht, so entspannt findest du es in der Ano Poli, der Oberstadt, vor. In diesen malerischen, verwinkelten Gassen, zwischen bunten Häusern entfliehst du dem Lärm des Zentrums.

Mehr Infos und nützliche Tipps über die quirlige Stadt der Region Makedonien findest du in unserem Beitrag: Thessaloniki Highlights

Unterkünfte am Fuße des Olymp

Wenn du vor oder nach deinem Aufstieg auf dem mächtigen Olymp von Griechenland etwas entspannen willst, lohnt sich eine Unterkunft in der Nähe von Litochoro. Auf Booking.com* erhältst du eine gute Übersicht über verfügbare Unterkünfte und Hotels am Olymp- Gebirge. Empfehlenswerte Hotels am Olymp sind u.a.:

Anreise zum Olymp in Griechenland

Für eine Reise in die Festland- Regionen Makedonien und Thessalien bietet sich ein Direktflug nach Thessaloniki (Auf Skyscanner buchen*) an. Von hier aus geht es dann wahlweise mit dem Mietwagen, Zug, Bus oder Taxi bis nach Litochoro, dem Ausgangspunkt für die Erkundung des Olymp-Gebirges. Passende Leihwagen kannst du z.B. online über Billiger Mietwagen* buchen:

➲ Zur Mietwagenbuchung ab Thessaloniki*

Anreise ab Thessaloniki ins Olymp- Gebirge

Zug: von Thessaloniki nach Litochoro kostet aktuell 9,00 € pro Person

Taxi: für ein Taxi zahlst du zwischen 70 und 80 €. Das Taxi von Litochoro nach Priònia kostet dich etwa 25 €.

Bus: für die Hin- und Rückfahrt mit dem Bus zahlst du 12 €.

Alternativ kannst du aber auch bis nach Priònia auf 1.080 m hoch fahren. Von Litochoro aus führt eine bergige Serpentinenstraße in einer Dreiviertelstunde hinauf. Priònia ist kein Dorf, sondern nur ein großer Schotter-Parkplatz mitten im Grünen mit einer gemütlichen, weiträumigen Taverne.

Das Auto kannst du hier kostenlos abstellen. Um den Parkplatz herum findest du viele Bänke, auf denen die Wanderer, die von den Gipfeln kommen, sich und ihre müden Füße ausruhen können.

Busverbindungen zum Olymp in Griechenland

In den Sommermonaten verkehrt ein Bus zwei Mal täglich zwischen Litochoro und Priònia. Informationen in deutscher Sprache für die Anreise per Bus von Athen und Thessaloniki findest du auf der Seite des Spilios Agapitos.

→ Weitere Tipps und Inspiration zu den schönsten Regionen des griechischen Festlands findest du in der Übersicht unter: Festland Griechenland

Über die Autorin

 

Andrea Eisele


Andrea ist Redakteurin, Reisemädchen und ein echter Wirbelwind. Ihre Hellas-Liebe wurde ihr durch ihren griechischen Patenonkel quasi in die Wiege gelegt. Das Meer, das Essen, die Menschen und dieses einzigartige Licht sind es, die Griechenland für Andrea zum Sehnsuchtsort machen. Auf ihrem Blog amarieswelt und über ihren Instagramkanal amarie_wanderlust erzählt sie spannende Geschichten von echten Menschen wie dir und mir und berichtet über ihre mitunter abenteuerlichen Reisen. Im Frühjahr 2022 erscheint ihr erstes Buch im HarperCollins Verlag.

✐ Mehr Reisetipps von Andrea gibt es hier: amarieswelt


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