Seit über elf Jahren bereisen wir Hellas samt seiner einzigartigen Inselwelt. Mittlerweile sind die griechischen Inseln zu unserer zweiten Heimat geworden und so konnten wir uns in den letzten fünf Jahren selbst ein eigenes Bild von der Situation der Flüchtlinge in Griechenland machen.

Wir möchten über die Situation der Flüchtlinge auf den griechischen Inseln, die Lage der geflüchteten Menschen, aber auch der Inselbewohner aufklären. Wir gehen dabei nicht auf politische Ursachen der Flüchtlingskrise ein.

  1. Aktuelle Situation der Flüchtlinge in Griechenland
  2. Wie kam es zur Flüchtlingskrise in Griechenland?
  3. Wieso kommen Flüchtlinge auf griechischen Inseln an?
  4. Gibt es auf anderen griechischen Inseln auch Flüchtlinge?
  5. Wie kann ich den Menschen auf den Inseln helfen?
  6. Kann man in Griechenland noch Urlaub machen?

Im Herbst 2015 waren wir auf Kos vor Ort und wurden unmittelbar mit der Flüchtlingssituation konfrontiert. Die Hafenpromenade von Kos- Stadt glich einem Zeltlager, Müll verteilte sich entlang des Ufers, am Strand lagen zerstörte Flüchtlingsboote und Rettungswesten in allen Größen. Hilfsbedürftige Menschen haben sich im Meer gewaschen.

Flüchtlinge Kos Stadt Hafen Sommer 2015
Sommer 2015: Höhepunkt der Flüchtlingskrise

Zahlreiche Flüchtlinge standen vor der Polizeistation von Kos-Stadt für die Registrierung Schlange. Ein Jahr später, im September 2016, war davon nichts mehr zu sehen. Auf Kos hatte sich die Lage wieder beruhigt. Auf Rhodos oder Kreta gab es damals wie heute, keine Flüchtlinge.

Die Flüchtlingskrise ist kein griechisches Problem, sie ist eine Herausforderung für ganz Europa.

Im Sommer 2019 haben wir die Inseln der Nordägäis, darunter Lesbos, Samos und Chios, für mehrere Wochen bereist. Ende September ging es dann für uns erneut auf die Insel Kos. Bis zum Spätsommer schien die Flüchtlingskrise in Griechenland nahezu vergessen zu sein. Dennoch war und ist die Krise stets präsent.

Flüchtlinge Griechische Inseln Aktuell Zahlen
Entwicklung Flüchtlings- Ankünfte über den Seeweg (Quelle: UNHCR Greece)

Der folgende Beitrag über die Flüchtlinge in Griechenland liegt uns sehr am Herzen und es ist uns ein großes Anliegen, ihn mit dir zu teilen. Er beruht ausschließlich auf unseren persönlichen Eindrücken.

#1 Aktuelle Situation der Flüchtlinge in Griechenland

Die aktuelle Flüchtlingssituation ist sehr undurchsichtig und trägt somit zur allgemeinen Verunsicherung bei Urlaubern bei. In einigen Nachrichten- Agenturen werden Meldungen aufgeschnappt und „reißerische Stories generiert“, bevor die eigentlichen Hintergründe bekannt sind. Objektivität kommt dabei meist zu kurz.

Seit Ende 2019 sinkt die Zahl der Flüchtlings- Ankünfte. Wenn du dich über die aktuellen Flüchtlingszahlen in Griechenland informieren möchtest, empfehlen wir dir die Seite des UNHCR, des Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen: UNHCR Report Griechenland

Fluechtlinge Griechenland Aktuelle Situation Inseln
Angekommene Flüchtlinge in Griechenland über Land- und Seeweg (Quelle: UNHCR Greece)

Im Februar 2020 ist die europäische Flüchtlingskrise wieder verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Am 28.02. hat die Türkei die Grenzkontrollen eingestellt, zu Land und zu See. Die Gründe hierfür sind nicht vollständig geklärt (u.a. Syrienkonflikt). Die Meldung hatte sich in den sozialen Medien schnell verbreitet.

Daraufhin sind Zehntausende Flüchtlinge, welche sich bereits in der Türkei befanden, zu den türkischen Außengrenzen aufgebrochen, teils zu Fuß, teils mit Bussen. Daraufhin hat Griechenland die zur Türkei liegenden Grenzen geschlossen, um eine unkontrollierte (Massen-) Einwanderung zu verhindern.

Seit März sind die griechischen Außengrenzen zur Türkei abgeriegelt. Unerlaubte Grenzübertritte werden geahndet. Die Flüchtlinge befinden sich an der türkischen Grenze nahe Edirne, bzw. Kastanies. Der Seeweg in der Ostägäis wird verstärkt patrouilliert. Griechenland gewährt bis April 2020 keine neuen Asylanträge.

Wichtige Ereignisse der Flüchtlingskrise im Jahr 2020

31.03.2020: Die Türkei hat die Flüchtlinge von der griechisch- türkischen Grenze bei Kastanies/ Edirne wieder zurück nach Istanbul bringen lassen.

21.04.2020: Es gibt kaum Corona- Fälle bei Flüchtlingen auf den griechischen Inseln. Entgegen der übertriebenen Prophezeiungen einiger Nachrichten- Agenturen, sind aktuell nur wenige Flüchtlinge mit Corona infiziert. Mehr Infos gibt es hier: Corona in Griechenland

07.06.2020: Im Mai und Juni wurden verstärkt Flüchtlinge von den griechischen Inseln auf das Festland und in andere europäische Staaten umgesiedelt. Derzeit kommen so gut wie keine Flüchtlinge mehr in Griechenland an.

09.09.2020: In der Nacht vom 8. auf den 9. September gab es einen verheerenden Brand im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos. Ein Großteil der Einrichtung wurde zerstört. Die genaue Ursache ist noch unklar. Die meisten Flüchtlinge “campen” derzeit in der Umgebung von Moria bzw. an der Straße nach Mytilini.

Lager Moria Brand, Update 13.09.2020: Mittlerweile sind mehrere Hundert Kinder und Jugendliche auf das griechische Festland in sichere Aufnahmezentren befördert wurden. Ein provisorisches Zeltlager ist errichtet wurden. Die Kommunalregierung auf Lesbos fordert die Verlegung aller Flüchtlinge von der Insel.

Aktuelle News gibt es auf dem griechischen Nachrichten Blog Keeptalkinggreece

Wieviele Flüchtlinge kommen aktuell nach Griechenland?

Im Jahr 2020 sind 11.971 Flüchtlinge in Griechenland angekommen (Quelle: UNHCR Stand 9. September). Davon sind 8.860 Menschen über den Seeweg auf die griechischen Inseln übergesetzt. 2.255 allein davon im März, nachdem die türkische Küstenwache bewusst ihre Patrouillen außer Kraft gesetzt hat (Artikel vom Spiegel).

Die aktuellen Zahlen ankommender Flüchtlinge liegen deutlich unter dem Niveau des Vorjahres 2019.

Urlaub Griechische Inseln Flüchtlinge aktuelle Lage
Vergleich ankommende Flüchtlinge 2019 vs. 2020 (Quelle: UNHCR Greece)

In 2019 sind 70.651 Flüchtlinge nach Griechenland gekommen. Das sind 20.000 Menschen mehr als im Vorjahr. 83% der Flüchtlinge sind über den Seeweg von der Türkei auf die Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos übergesetzt. Der Rest kam über das Festland. Es kommen keine Flüchtlinge auf anderen Inseln an.

Griechische Inseln Flüchtlinge Karte Übersicht Flüchtlingslager

Im Jahr 2019 stammten etwa 40% der Flüchtlinge aus Afghanistan und 28% aus Syrien (Quelle: UNHCR). Die Flüchtlingslager auf den Inseln haben ihre Kapazitäten bei weitem überschritten. Vor allem Lesbos und Samos sind mit der Anzahl der Flüchtlinge völlig überfordert.

Die Kapazitäten der Flüchtlingszentren auf dem griechischen Festland sind ebenfalls sehr begrenzt.

Die Flüchtlings-Hotspots auf den Inseln

Die Inseln Lesbos, Samos, Leros, Chios und Kos haben mit Beginn der Flüchtlingskrise allesamt Flüchtlingslager errichtet. Dies sind teils improvisierte „Neubauten“ oder alte Militärkasernen. Sie werden auch „Hotspots“ genannt und dienten zu Beginn der Flüchtlingskrise als Registrierungs- Zentren und vorübergehende Unterbringung der Menschen.

Aufgrund neuer Gesetzgebungen (u.a. „Flüchtlingsdeal“ mit der Türkei) dürfen viele Flüchtlinge die Inseln aktuell nicht verlassen. Sie sitzen hier fest, solange ihr Asylstatus nicht geklärt ist. Inselbewohner engagieren sich ehrenamtlich, um die Integration der Menschen zu fördern.

Flüchtlingslager Moria Lesbos Migranten Hotspot
Aktuell sitzen viele Flüchtlinge auf griechischen Inseln fest

Wenn du dich über die gravierende Situation in den Flüchtlingslagern Griechenlands näher informieren möchtest, dann können wir dir die Seite von RS Aegean (Refugee Support Aegean) empfehlen. Unter anderen berichten hier Flüchtlinge von ihren Erfahrungen.

Flüchtlinge auf der Insel Lesbos

Letzter Besuch: Juni 2019

Lesbos, auch Lesvos, ist die drittgrößte Insel Griechenlands und mit etwa 85.000 Einwohnern eine der bevölkerungs- reichsten. Mytilini ist die Hauptstadt der Insel und zudem ein wichtiger Fährhafen in der Ägäis.

Lesbos Flüchtlinge Mytilini Hafen Lager Moria
Mytilini ist die Hauptstadt von Lesbos

Fast 500.000 Flüchtlinge erreichten Lesbos in den Jahren 2015 und 2016. Davor war Lesbos bei Urlaubern eine der beliebtesten griechischen Inseln. Mit Beginn der Flüchtlingskrise kam der Tourismus nahezu vollständig zum Erliegen. Wieso gerade so viele Flüchtlinge auf Lesbos ankommen ist nicht bekannt.

Das Flüchtlingscamp Moria liegt sieben Kilometer von der Hauptstadt Mytilini entfernt. Es wurde ursprünglich für knapp 3.000 Menschen konzipiert. Mit nahezu 10.000 Menschen ist es deutlich überfüllt. Was oftmals nicht erwähnt wird ist, dass es noch ein zweites Flüchtlingslager auf Lesbos gibt.

Moria Lesbos Aktuelle Lage Migranten Griechenland
Das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos

Im Flüchtlingszentrum Kara Tepe befinden sich nur Familien und Kinder ohne Begleitung. Die Zustände hier sind geordnet und die Anlage ist ein „Vorzeigecamp“, wie eine Notunterkunft für Flüchtlinge eigentlich ausgestattet sein sollte. Viele NGOs, Vereine und Einwohner der Insel Lesbos leisten hier bemerkenswerte Arbeit, was nicht über die traurigen Zustände in Moria hinwegtäuschen soll.

Wo befinden sich die Flüchtlingslager auf Lesbos?

  • Moria ca. 7 Kilometer und Kara Tepe ca. 4 Kilometer von der Hauptstadt Mytilini entfernt

Wieviele Flüchtlinge befinden sich auf Lesbos?

  • Etwa 13.000 Menschen befinden sich auf Lesbos

Wo halten sich Flüchtlinge auf Lesbos auf?

  • Tagsüber einige im Ort Mytilini und im Ort Moria in der Nähe des Camps

Wie kann ich den Menschen auf Lesbos helfen?

Hier findest du unseren Reisebericht über Lesbos:

Flüchtlinge auf der Insel Chios

Letzter Besuch: Juni 2019

Die Insel Chios zählt zu den eher unbekannten griechischen Inseln und liegt zwischen Samos und Lesbos. Das reizvolle Eiland ist noch sehr ursprünglich. Die Einwohner leben hauptsächlich von der Landwirtschaft, sowie der Olivenöl- und Mastix-Produktion.

Flüchtlinge Chios Stadt Hafen
Der idyllische Hafen von Chios-Stadt

Die Küste rund um den Hauptort Chios-Stadt ist nur zehn Kilometer vom türkischen Festland entfernt. In den letzten Jahren wurden verstärkt Versuche unternommen, den Tourismus auf der Insel zu fördern, was jedoch durch die Flüchtlingskrise erschwert wurde. Aktuell gibt es kaum Touristen auf der Insel.

Wo befindet sich das Flüchtlingslager von Chios?

  • Vial ist etwa 8 Kilometer von Chios-Stadt entfernt

Wieviele Flüchtlinge befinden sich auf Chios?

  • Etwa 2.000 Menschen

Wo halten sich Flüchtlinge auf Chios auf?

  • In der Nähe des Camps, tagsüber einige in Chios-Stadt

Wie kann ich den Menschen auf Chios helfen?

Hier findest du unseren Reisebericht über Chios:

Flüchtlinge auf der Insel Samos

Letzter Besuch: Juni 2019

Die Insel Samos gilt als grüne Insel der Ägäis. Samos ist ein Paradies für Wanderer und Naturfreunde und ist nach wie vor ein beliebter Urlaubsort in Griechenland. 33.000 Menschen leben auf der Insel. Die Hauptstadt ist Vathy, auch Samos-Stadt genannt.

Samos Flüchtlinge Kokkari Aktuelle Lage
In Kokkari auf Samos halten sich keine Flüchtlinge auf

Samos ist an der schmalsten Meerenge nur 1,5 Kilometer von der Türkei entfernt. Hier setzen Flüchtlinge auf die griechische Insel über. Das Flüchtlingslager befindet sich direkt oberhalb von Samos-Stadt. Es war ursprünglich nur für 700 Menschen ausgelegt.

Samos Flüchtlingslager Vathy Flüchtlinge Griechenland
Samos’ Flüchtlingslager befindet sich direkt hinter Vathy

Wo befindet sich das Flüchtlingslager von Samos?

  • In Vathy (Samos-Stadt)

Wieviele Flüchtlinge befinden sich auf Samos?

  • Etwa 5.000 Menschen

Wo halten sich Flüchtlinge auf Samos auf?

  • Tagsüber in Vathy (Samos-Stadt)

Wie kann ich den Menschen auf Samos helfen?

Hier findest du unseren Reisebericht über Samos:

Flüchtlinge auf der Insel Leros

Letzter Besuch: Juli 2017

Die Insel Leros ist eine recht kleine Insel und relativ weit von der türkischen Küste entfernt. Leros liegt zwischen Kos und Samos und konnte sich bisher einen sanften Tourismus bewahren.

Flüchtlinge Leros Agia Marina Panteli Lakki
Leros ist besonders bei Seglern beliebt

Auf Leros kommen Flüchtlinge nicht direkt per Boot an. Schutzsuchende und Migranten werden von Rettungsbooten nahe der vorgelagerten Insel Farmakonisi eingesammelt. Das Flüchtlingslager befindet sich in der Nähe des Ortes Lakki, dem ehemaligen Inselhauptort. Viele Urlauber wissen nicht einmal von der Präsenz des Flüchtlingslagers.

Wo befindet sich das Flüchtlingslager von Leros?

  • Lepida, am Stadtrand von Lakki

Wieviele Flüchtlinge befinden sich auf Leros?

  • Etwa 2.000 Menschen

Wo halten sich Flüchtlinge auf Leros auf?

  • Tagsüber in Lakki

Wie kann ich den Menschen auf Leros helfen?

Hier findest du unseren Reisebericht über Leros:

Unsere Highlights auf Leros

Flüchtlinge auf der Insel Kos

Letzter Besuch: September 2019

Die Insel Kos gilt neben Rhodos als Top-Reiseziel in Griechenland. Die Insel ist Geburtsort des berühmten antiken Arztes Hippokrates und ein Badeparadies mit kilometerlangen Stränden.

Kos Urlaub Sicher Erfahrungen
Kos ist und bleibt ein sicheres Urlaubsziel

Rund um Kos-Stadt misst der Seeweg nur fünf Kilometer zur Türkei. Im Jahr 2015 gingen zahlreiche Flüchtlinge rund um die Hauptstadt an Land. Die Flüchtlingskrise auf Kos war damals in aller Munde. Schon ein Jahr später waren die Spuren der „Zeltstadt“ am Hafen beseitigt und der Touristenbetrieb wurde wieder aufgenommen.

Kos Flüchtlinge Hafen Kos Stadt 2015
Der Hafen von Kos im September 2015

Ein altes Militärcamp in der Nähe des Ortes Pyli wurde zum Flüchtlingslager umgebaut. Das Flüchtlingscamp war ursprünglich für ca. 1.000 Menschen ausgelegt. Tagsüber halten sich die Menschen in der nahegelegenen Ortschaft Pyli auf, vor allem um Wasser am Dorfbrunnen zu holen, da die Trinkwasserversorgung im Camp aktuell nicht ausreichend ist.

Einen ausführlichen Bericht über die Flüchtlinge auf Kos gibt es auf unserem Blog info-kos.de: Flüchtlinge auf der Insel Kos

Wo befindet sich das Flüchtlingslager von Kos?

  • In der Nähe des Bergdorfes Pyli

Wieviele Flüchtlinge befinden sich auf Kos?

  • Etwa 3.000 Menschen

Wo halten sich Flüchtlinge auf Kos auf?

  • Tagsüber in der Nähe von Pyli, wenige in Kos-Stadt

Wie kann ich den Menschen auf Kos helfen?

Hier findest du unseren Reisebericht über Kos:

#2 Wie kam es zur Flüchtlingskrise in Griechenland?

Die Flüchtlingskrise in Griechenland war nicht einfach von heute auf morgen da. Wir haben mit Einheimischen der Insel Lesbos gesprochen. Sie berichteten uns, dass Migranten schon weit vor der Flüchtlingskrise auf Lesbos in bestimmten Abständen ankamen. Die Anzahl hielt sich jedoch bis 2015 immer in Grenzen.

So konnten die Bewohner von Lesbos geflüchteten Menschen stets helfen. Viele Flüchtlinge wurden wohlwollend integriert oder haben ihre Reise auf das griechische bzw. europäische Festland fortgesetzt.

Griechenland Flüchtlinge Inseln Schwimmwesten
Flüchtlinge kamen schon lange vor 2015 auf Lesbos an

Diese „Helfer-Mentalität“ ist bei den Griechen stark verankert. Während der 400jährigen osmanischen Besatzung haben viele Menschen ihre Heimat verloren. Im Jahre 1923 mussten 1,2 Millionen Griechen von der Küste Kleinasiens (heutige Türkei) auf die griechischen Inseln wie Lesbos und das Festland fliehen.

Während des griechischen Bürgerkrieges (1946-1949) und der Militärdiktatur (1967-1974) sind Hunderttausende verfolgt wurden. Diese Ereignisse haben bei den Griechen Spuren hinterlassen und sind ein Grund ihrer heutigen Gastfreundschaft und Toleranz.

Im Jahr 2015 hatte sich die Anzahl der ankommenden Flüchtlinge auf Lesbos und auf anderen griechischen Inseln immens vervielfacht. Ab Juli erreichten täglich Tausende Menschen die Inseln mit Schlauchbooten und selbstgebauten Flößen.

Flüchtlinge Griechenland Welche Inseln sind betroffen
Sogar mit dem “Floß” gehen Menschen aufs Meer

Anfänglich existierten keine Aufnahmezentren vor Ort. Viele Flüchtlinge campten am Hafen und wurden direkt nach Registrierung mit Fähren auf das Festland gebracht. Man geht davon aus, dass allein über Lesbos 500.000 Flüchtlinge innerhalb weniger Monate in Europa ankamen. Eine unvorstellbare Zahl bei gerade einmal 85.000 Inselbewohnern.

Kann ein Land in der Wirtschaftskrise Menschen retten?

Dazu kam, dass sich Griechenland im Jahr 2015 auf dem Höhepunkt seiner Wirtschafts- und Finanzkrise befand. Eine extreme Sparpolitik und europäische Zwangsauflagen zermürbten den griechischen Staat zunehmend und sorgten für weitere soziale Einschnitte in der Bevölkerung.

Griechenland Krise Tourismus Wirtschaft Meteora
In der Krise war der Tourismus die wichtigste Kraft

Es gab allein 23 Rentenkürzungen in sieben Jahren! Mit 25 Prozent hatte Griechenland damals die höchste Arbeitslosenquote Europas. Der Tourismus galt als letztes Standbein der Wirtschaft. In den Krankenhäusern und Schulen fehlte es am Nötigsten und zum gleichen Zeitpunkt kamen unzählige Flüchtlinge nach Griechenland.

Im Jahr 2016 haben diverse Vereinbarungen und gesetzliche Veränderungen seitens der EU die Weiterreise der Flüchtlinge in Griechenland gestoppt. Es wurden erste Aufnahmezentren, bzw. sogenannte Hotspots auf Kos, Lesbos und Leros errichtet.

Moria Flüchtlinge Griechische Inseln Hotspot
Moria auf Lesbos war der erste Hotspot

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich Zehntausende Flüchtlinge auf den Inseln. Das Griechenland- Türkei- Abkommen (auch „Flüchtlingsdeal“) wurde im gleichen Jahr vereinbart. Die Weiterreise der Flüchtlinge wurde gestoppt. Seepatrouillen sollten das Meer zwischen der Türkei und Griechenland kontrollieren.

Das Abkommen mit der Türkei sah ebenfalls eine Rückführung von Migranten ohne Asylanspruch vor. Jeder Antrag auf Asyl musste als zeitaufwendige Einzelfallprüfung durchgeführt werden. Als Vergleich: Im Jahr 2016 warteten allein in Deutschland 60.000 Flüchtlinge länger als 18 Monate auf ihren Asylbescheid (Quelle: BAMF).

Weiterhin dürfen nur Flüchtlinge in die Türkei zurückgeführt werden, die sich noch am Ort ihrer ersten EU-Ankunft (Insel) befinden. Es handelt sich dabei um eine Klausel im “Flüchtlingsdeal”. Deshalb kann Griechenland keine Flüchtlinge auf das griechische Festland verlegen, solange über den Asyl- Antrag nicht entschieden ist.

Personalmangel und fehlende Dokumente

Auf den griechischen Inseln harrten zum gleichen Zeitpunkt mehrere zehntausend Menschen aus. Die Prüfung von Herkunft und Identität teils ohne Ausweis ließ viele Flüchtlinge hier Monate, ja sogar Jahre, verweilen.

Jetzt stellt sich die Frage, wieso man nicht einfach mehr Personal zum Bearbeiten der Asylanträge eingestellt hat? Nun kommt die Wirtschaftskrise Griechenlands und die angespannte Finanzlage des Landes ins Spiel.

Die Kreditauflagen seitens der EU erlaubten Griechenland in den letzten Jahren nur neue Staatsbeamte einzustellen, wenn alte Beamte dafür in den Ruhestand gingen. Sozusagen ein „neuer“ Sachbearbeiter für einen „alten“. Somit warten aktuell noch 70.000 Asylanträge in Griechenland auf Bearbeitung.

Im Spätsommer 2019 sind die Ankünfte der Flüchtlinge auf den griechischen Inseln erneut gestiegen. Vor allem Lesbos erreichten täglich Hunderte neue Flüchtlinge per Boot. Moria, das Flüchtlingslager von Lesbos, hat seine Kapazitäten um Weiten überschritten.

Lesbos keine Flüchtlinge Mytilini Stadt Leer
Keine Touristen: Leere Straßen auf Lesbos

Die aktuelle Situation der Flüchtlinge in Griechenland ist ein Zusammenwirken von zahlreichen negativen Ereignissen der letzten Jahre. Am meisten leiden die Menschen vor Ort – geflüchtete Kinder, Frauen und Familien, aber auch die Einwohner der betroffenen Inseln. Alle benötigen sie dringend Hilfe.

#3 Wieso kommen Flüchtlinge auf griechischen Inseln an?

Griechenland hat nach Norwegen mit fast 14.000 Kilometern die längste Küstenlinie Europas. Die griechischen Inseln in der Ost- Ägäis liegen direkt an der türkischen Küste. Inseln wie Kos und Samos sind an einigen Küstenabschnitten gerade einmal fünf Kilometer vom türkischen Festland entfernt.

An Schwimmen ist in diesen engen Seepassagen aufgrund der Meeres- Strömung gar nicht zu denken. Die meisten Flüchtlinge erreichen per Schlauchboot die griechischen Inseln. Die Boote sind oft überfüllt. Nicht selten kommt es zu verheerenden Unglücken auf See.

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Mit Schlauchbooten erreichen die Flüchtlinge die Inseln

Organisierte Schlepper- Banden versorgen die Flüchtlinge mit Schwimmwesten und bringen sie mit motorisierten Booten bis kurz vor die griechische Küste. Eine Überfahrt soll 1.000 Euro und mehr pro Person kosten. Meist geschieht die Überfahrt bei Nacht.

Auf der Suche nach einem besseren Leben

Laut europäischem Recht hat jede Person Anspruch auf Asyl, welche aufgrund von Kriegen oder anderen Gefahren nicht mehr in ihr Heimatland zurückkehren kann. Das Griechenland- Türkei- Abkommen sollte die Ankunft von Flüchtlingen auf die griechischen Inseln reduzieren.

Der sogenannte „Flüchtlingsdeal“ mit der Türkei sah vor, Menschen, welche nicht aus dem Bürgerkriegsland Syrien kamen, wieder in die Türkei zurückzuführen. Syrische Flüchtlinge hingegen hätten bereits ihren Asylantrag in der Türkei stellen müssen.

Viele Flüchtlinge führen aber keinerlei Dokumente oder Ausweise bei sich. Die Bearbeitung solcher Asylanträge ist dadurch sehr mühsam. Und stetig setzen neue Migranten aus der Türkei über, die Warteliste wird immer länger.

Flüchtlingslager Griechenland Aktuelle Situation Inseln
Neue Flüchtlinge schlafen in improvisierten Zelten

Migranten und Flüchtlinge kommen nicht nur auf den griechischen Inseln an. Auch das griechische Festland wird von schutzsuchenden Menschen und Migranten aufgesucht. Die Landgrenze zwischen der Türkei und Griechenland wird von weniger als 20% der Flüchtlingen als „Route“ in Betracht gezogen. Der niedrige Wert resultiert aus den starken Grenzkontrollen beider Länder am Grenzfluss Evros.

Weiterhin suchen auch viele Flüchtlinge über Spanien, Italien und Malta den Weg nach Europa. Eine visuelle Übersicht über die ankommenden Flüchtlinge der letzten Jahre gibt es hier: Flow Monitoring

#4 Gibt es auf anderen griechischen Inseln auch Flüchtlinge?

Kurz und knapp: Nein! Außer auf Lesbos, Samos, Chios, Leros und Kos gibt es keine Flüchtlinge bzw. weitere Flüchtlingscamps auf anderen griechischen Inseln. Ausnahmen sind die kleinen Inseln Symi und Kastellorizo. Aufgrund ihrer Nähe zu Türkei kommen gelegentlich Flüchtlinge an.

Es gibt keine Flüchtlinge auf den Inseln der Kykladen (u.a. Mykonos, Santorin) oder den Ionischen Inseln (u.a. Korfu, Zakynthos). Sie sind aufgrund ihrer Entfernung zur türkischen Küste nicht direkt von der Flüchtlingskrise betroffen. Auch auf Kreta und selbst auf Rhodos kommen keine Flüchtlinge an.

Flüchtlinge Kreta Rhodos Mykonos Santorini
Auf Kreta, Rhodos und Mykonos gibt es keine Flüchtlinge

Auf dem griechischen Festland gibt es ebenfalls Flüchtlingslager. Diese sind aufgrund der verfügbaren Infrastruktur etwas besser organisiert, als auf den griechischen Inseln. Hier kommen schutzbedürftige Menschen, Kinder und Familien unter.

Die meisten der mittlerweile 27 Flüchtlingszentren befinden sich in der Region Attika, nahe Athen, sowie in Nord-Griechenland rund um Thessaloniki. Auf der Seite des Griechischen Ministeriums für Migration kannst du dir einen Überblick über die Auslastung der Flüchtlingslager verschaffen: SMS Factsheets Hotspots

#5 Wie kann ich den Menschen auf den Inseln helfen?

Viele Organisationen helfen schon seit Beginn der Wirtschaftskrise in Griechenland das Land wieder auf die Beine zu bringen. Darunter sind länderübergreifende Vereine und Nicht-Regierungs- Organisationen (NGO) aus ganz Europa.

Auf deren Internetseiten gibt es Informationen über aktuelle Projekte und Möglichkeiten zur Unterstützung. Allein der Google-Suchbegriff „Griechenland Hilfe“ verweist auf unzählige Organisationen. Leider sind nicht alle NGO für Außenstehende transparent genug.

Am besten hilfst du der lokalen Bevölkerung vor Ort, indem du eine Reise auf die jeweilige griechische Insel buchst. Der Erhalt der lokalen Wirtschaft in Griechenland durch den Tourismus ist immens wichtig.

Die Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos sind weiterhin sichere und schöne Urlaubsziele.

Es besteht keine Gefahr für Leib und Leben. Wenn du dich unwohl fühlst, dann kannst du die Orte mit Flüchtlingen meiden. Scham und falscher Stolz helfen den Menschen auf den griechischen Inseln aber nicht weiter.

Sehr bemerkenswerte Arbeit leistet der Österreicher Erwin Schrimpf mit seinem Team von Griechenlandhilfe.at. Seit 2012 versorgt er kontinuierlich griechische Krankenhäuser, Schulen und andere Einrichtungen mit Spenden aller Art. Medikamente, Schulbücher und Bürostühle – fast alles hat Erwin schon nach Griechenland gebracht.

Die Arbeit von Erwin und seinem Team wird in Griechenland sehr geschätzt und ist ein Paradebeispiel für freiwillige humanitäre Unterstützung. Wenn du möchtest kannst du dich hier über die Arbeit von Griechenlandhilfe.at informieren:

Die Nicht- Regierungs- Organisation kann jede noch so kleine Spende für ihre zahlreichen Projekte gebrauchen. Das Spendenkonto lautet:

  • Griechenlandhilfe bei Raiffeisenbank Henndorf am Wallersee
  • IBAN: AT74 3502 4000 0009 7121
  • BIC: RVSAAT2S024

#6 Kann man in Griechenland noch Urlaub machen?

Unsere persönliche Antwort lautet: JA!

Ein Urlaub ist auf allen griechischen Inseln uneingeschränkt möglich. Besonders die Einwohner der Inseln mit Flüchtlingen freuen sich über jeden Besucher. Ein Großteil der Menschen vor Ort ist auf den Tourismus dringend angewiesen. Das Gastgewerbe ist Teil ihres Lebensunterhalts. Bei den meisten sogar die einzige Einnahmequelle.

Kos Flüchtlinge Aktuell Urlaub noch möglich
Viele Urlauber bekommen von der Krise nichts mit

Kommen keine Touristen mehr auf die Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos, kann auch das beispiellose Engagement und die ehrenamtliche Hilfe für Flüchtlinge in Griechenland zum Erliegen kommen.

Wir können nur aus eigener Erfahrung sprechen, aber wir haben uns während unseres Aufenthalts im Sommer 2019 auf genau diesen griechischen Inseln stets sicher und wohlgefühlt.

Windmühlen Griechenland Chios Sonnenuntergang
Chios ist eine traumhafte Insel

Wir hatten 2019 auf Lesbos, Chios, Samos und Kos eine wunderschöne Zeit und behalten besonders die liebenswerten Einheimischen in Erinnerung. Jedes Eiland ist einzigartig in seiner Natur und seinen Menschen und wartet darauf entdeckt zu werden.

Helfen bedeutet nicht wegzuschauen

Auf diesen Inseln Urlaub zu machen bedeutet nicht wegzuschauen oder das Elend der Flüchtlinge in Griechenland auszublenden. Ganz im Gegenteil! Es ist wichtig, dass man über die Situation vor Ort informiert ist und jederzeit die Möglichkeit hat, mit Sach- oder Geldspenden den jeweiligen Organisationen und den Einheimischen zu helfen.

Die Griechen sind ein starkes Volk, stolz und voller Liebe für ihre Heimat. Hinter ihrer bisweilen unerschütterlichen Fassade sieht man ihnen ihre stille Verzweiflung vielleicht nicht auf den ersten Blick an. Aber auch die Einheimischen brauchen in der aktuellen Situation dringend Hilfe.

Mit einem Urlaub vor Ort in Griechenland und vor allen auf den Inseln mit Flüchtlingslagern können wir die lokale Bevölkerung als einen Teil der Leidtragenden der Flüchtlingsthematik unterstützen.


Wie hast du die Situation der Flüchtlinge in Griechenland bisher wahrgenommen? Was sind deine persönlichen Eindrücke und was bewegt dich zu diesem Thema? Teile mit uns deine Meinung in den Kommentaren!


Schön, dass du hier bist! Auf unserem Reiseblog bekommst du wertvolle Tipps und Inspiration für deinen Griechenland Urlaub. Begleite uns ins blauweiße Paradies und lass dich von Hellas verzaubern. Wir bereisen seit über zehn Jahren die griechischen Inseln, fühlen uns hier daheim und möchten mit dir unsere Liebe zu Griechenland teilen.

11 Kommentare

  1. Super Artikel. Es ist wichtig nicht wegzuschauen.Nachdem wir durch Corona im Sommer nicht geflogen sind, werden wir jetzt Anfang Oktober wieder nach Kos fliegen. Wo sind dort die Flüchtlingsunterkünfte? 2018 waren welche in der Nähe des Lidl Marktes- weitere habe ich nicht gesehen.
    Vielen Dank für die Aufklärung!
    Melli S.

    • Guten Morgen liebe Melanie. Danke für deine Nachricht. In Kos befindet sich das Flüchtlingslager seit 4 Jahren in der Nähe des Dorfes Pyli hinter einem kleinen Berg (nicht einsehbar vom Highway aus). Weitere Infos über die Flüchtlinge auf Kos gibt es auf unserem anderen Griechenland Blog info-kos . Natürlich findest du dort auch viele Reisetipps über Kos für deinen Urlaub 🙂 Beste Grüße von uns beiden

  2. Danke für den übersichtlichen Artikel, der auch noch mal gut darauf eingeht, wo Ursachen liegen und was das für Urlaub heißt – oder für Einheimischen, wenn man auf die eigene Scham hört. und wie wichtig es ist, sich mit Hintergründen zu befassen!

    • Hallo Melli,
      vielen Dank für dein Feedback! Wir freuen uns sehr, wenn der Artikel etwas zur Aufklärung beitragen konnte.
      Liebe Grüße, Tom & Ella

  3. Meine Mutter und ich werden dieses Jahr im Mai nach Kos reisen. Wir denken genau wie Ihr das man dort die Menschen unterstützen sollte und genau aus diesem Grund haben wir Kos gebucht. Wir freuen uns sehr darauf und werden sehen wie wir mit unseren Mittel ein wenig helfen können. Sehr schön das es Menschen wie Euch gibt.

    • Hallo liebe Petra,

      danke sehr für deine Nachricht und die liebevollen Worte, sowie die Entscheidung nach Kos zu reisen! Nur durch Menschen wie euch, kann das Inselleben erhalten bleiben und entsprechend bessere Bedingungen für Flüchtlinge geschaffen werden. Auf Kos sind nahezu alle Einwohner vom Tourismus abhängig und Urlauber sind für Kos essentiell. Wenn du noch Informationen über Kos benötigst, dann schau doch mal auf unseren Blog info-kos.de vorbei.

      Liebe Grüße von uns Beiden und viel Spaß auf der Insel!

  4. Wirklich gut geschriebener Artikel, der ohne Vorurteile auskommt und alle Fragen beantwortet. Auch vielen Dank für die nützlichen Links!

    • Hallo Marie,
      vielen Dank für dein positives Feedback zu unserem Artikel!
      Wir hoffen, dass viele Urlauber sich ein eigenes Bild von der Situation machen und die Lage so realistischer einschätzen können.
      Liebe Grüße,
      Tom & Ella

  5. Vielen Dank für diesen guten und wichtigen Artikel. Gerade in 2015/2016 sind wir häufig gefragt worden, wieso wir noch nach Griechenland reisen. Diese Panikmache in den deutschen Medien und die Vorurteile der Leute machen mich sauer. Um so mehr begeistert es mich, wenn Menschen wie Ihr ihre Begeisterung über dieses wunderbare Land teilen und aufzeigen, was jeder einzelne tun kann. Danke dafür.

    • Hallo liebe Heike,
      vielen Dank für dein Feedback zu unserem Beitrag und deine persönlichen Erfahrungen. Auch wir werden immer wieder von Freunden, Bekannten und Lesern nach der aktuellen Situation gefragt und merken, dass viele, nicht zuletzt durch gehäufte „Schreckensmeldungen“ in den Medien, verunsichert sind. Da es kaum transparente Artikel im Netz gibt, entscheidet sich so mancher direkt gegen Griechenland, was wir sehr schade finden. Wir hoffen mit dem Beitrag etwas Aufklärungsarbeit zu leisten und Licht ins Dunkle der Flüchtlingsthematik zu bringen.
      Liebe Grüße von uns beiden,
      Tom & Ella

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