Mani Peloponnes: 5 Highlights auf dem wilden Mittelfinger

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Eine endlose Weite durchzieht die Landschaft mit ihrer unzugänglichen Küste, den schroffen Hügeln und kargen Hängen. Dazwischen immer wieder mittelalterliche Streusiedlungen mit markanten Wehrtürmen, von den Bergen bis zum Meer. Die Mani auf der Peloponnes Halbinsel ist einsam und wild, entweder man liebt sie oder man meidet sie.

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Mani: Ein wilder und geheimnisvoller Landstrich

Der durch das 2.407 m hohe Taygetos- Gebirge getrennte mittlere Finger des Peloponnes hat schon von jeher seine Eigenheiten. Über die Jahrhunderte hat die Isolierung die Menschen skeptisch gemacht. Bis ins 19. Jh. waren Blutfehden (Vendetta) an der Tagesordnung, ein Grund für die hohe Anzahl an Schutztürmen in der Region.

Die eigensinnigen Manioten ließen sich selten unterdrücken, weder der griechische Staat noch Besatzer hatten hier leichtes Spiel. Von der Mani aus begann bereits 1780 der griechische Befreiungskampf gegen die Osmanen. Noch heute ist man stolz auf die kulturelle Identität, auch wenn in den letzten Jahrzehnten viele junge Einwohner abgewandert sind.

Für Liebhaber blau-weißer Architektur und lebendiger Orte ist die archaische Mani wohl kaum einen Ausflug wert. In der Vor- und Nebensaison sieht man vielerorts keine Menschenseele. Individualisten, die sich auf ein anderes Griechenland einstellen können, finden hier einen der urtümlichsten Landstriche vor.

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Turmartige Gemäuer statt blau-weißer Würfelhäuser

Je südlicher man vorrückt, umso mehr entfernt man sich von der touristischen Welt Griechenlands und nimmt Abstand vom alltäglichen Trubel unserer Zeit. Für viele Ruhe suchende Urlauber ist die Mani mit ihrem einsamen Südkap Tenaro sprichwörtlich Balsam für die Seele.

Anbei geben wir dir einen Einblick in diesen kontrastreichen entlegenen Teil von Hellas und berichten von unseren 5 Highlights der Mani auf dem Peloponnes:

Anreise in die Region Mani

⭔ GoogleMaps Standort

Die Mani gilt, in Bezug auf das Festland, als südlichster Punkt von Griechenland. Der nächstgelegene Flughafen ist der Kalamata Airport KLX, welcher etwa 10 km außerhalb der bekannten griechischen Olivenstadt liegt. Nach Kalamata gehen in der Saison Direktflüge (u.a. Eurowings, Aegean) aus Deutschland von Frankfurt, Düsseldorf und München.

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Ausblick auf Kalamata

Wem genügend Reisezeit zur Verfügung steht, für den lohnt sich die Anreise mit dem eigenen Auto bzw. Camper. Die Region Mani lässt sich wunderbar in einen ausgedehnte Peloponnes Rundreise integrieren. Die Anreise mit dem eigenen PKW erfolgt wahlweise über den Balkan oder per Fähre über Italien mit Ankunft in Patras oder Igoumenitsa.

→ Mehr Infos zur Anreise erfährst du in unserem Beitrag: Anreise Griechenland

Lohnt sich ein Mietwagen für die Mani?

Ein PKW stellt die einzige Möglichkeit dar die bergige Region Mani zu erkunden. Wenn du nicht mit dem eigenen Auto oder Camper anreist, kannst du dir bei Ankunft am Flughafen von Kalamata, Patras oder Athen einen Mietwagen ausleihen. Die großen internationalen Mietwagenfirmen wie Hertz, Avis & Co. befinden sich alle vor Ort.

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Die Mani unterteilt sich in Äußere bzw. Exo Mani (Kardamili bis Aeropoli bzw. Gyhtio) und Innere bzw. Messa Mani (Aeropoli bis Tenaro). Die Straßen sind schmal und kurvenreich, jedoch weitestgehend in gutem Zustand.

Entfernungen zur Mani Peloponnes

› Athen – Areopoli: 295 km (3 Std. 20 min.)

› Igoumenitsa – Areopoli: 600 km (6,5 Std.)

› Kalamata- Areopoli: 80 km (1 Std. 50 min.)

› Patras – Areopoli: 310 km (4 Std.)

› Thessaloniki – Areopoli: 784 km (8 Std.)

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Roadtrip durch die Mani

Nicht zu unterschätzen sind jedoch die Distanzen in der Mani, vor allem bis zum Südkap des griechischen Festlands. Für die 120 km von Kalamata bis zum Kap Tenaro benötigst du mindestens 2,5 Std. Für eine Umrundung des mittleren Peloponnes-Fingers von Kardamili bis Gythio (240 km) sollten fünf Stunden reine Fahrzeit eingeplant werden.

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#1 Äußere Mani (Exo Mani): Kardamili und Stoupa

Auf einer Peloponnes Rundreise bildet die Mani den mittleren Finger der Halbinsel. Nur 30 Minuten von Kalamata entfernt, kommst du in den beschaulichen Küstenort Kardamili. Das charmante Dorf am Fuße des Taygetos- Gebirges gehört bereits zur Äußeren Mani, auch Exo Mani genannt.

Kardamili Peloponnes Mani Reisetipps
Hauptstraße von Kardamili

Nimm dir ein wenig Zeit um durch den 400-Seelen Ort am Messenischen Golf zu schlendern. Kardamili zählt zu eine der ältesten Siedlungen des Peloponnes und viele alte Steinhäuser wurden aufwendig restauriert und als Ferienwohnung oder Taverne hergerichtet.

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Die Küste von Kardamili

Das heutige Leben und der Tourismus spielen sich direkt an der Küste ab. Es gibt zahlreiche Ferienunterkünfte, hübsche Cafés und Tavernen. Entlang der Hauptstraße haben sich Souvenirläden und Geschäfte mit Kunsthandwerk niedergelassen.

Auf einer Anhöhe liegt die alte Ruinenstadt von Kardamili, der ehemalige Ortskern (Paleochora). Zu sehen gibt es heute noch die Kirche Agios Spyridon aus byzantinischer Zeit sowie den Mourtzinos Turm, der einen Vorgeschmack auf die Innere Mani bietet. Zwischen den alten Gemäuern lädt das urige Kafeneion Old Kardamyli zur Einkehr ein.

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Die Ruinenstadt von Kardamili

Auf einen Kaffee in Stoupa

Südlich von Kardamili liegt das kompakte Küstendorf Stoupa. Besonderes Highlight ist der traumhafte Sandstrand, der sich direkt an die Uferpromenade anschließt. Feinster Sand und türkisblaues seichtes Meer, ziehen jährlich unzählige Urlauber an. Auch in Stoupa findest du allerlei Geschäfte, Boutiquen und Touristen-Shops.

stoupa beach peloponnes
Weißer Sandstrand in Stoupa

Am nördlichen Strandabschnitt gibt es ein paar interessante Felsformationen und Meerespools zu bestaunen. Am Strand Kalogria fließt kühles Süßwasser von den Bergen ins Meer.

Die beiden Orte Kardamili und Stoupa in der Exo Mani sind sehr lebhaft und bieten eine nahezu perfekte touristische Infrastruktur. Damit zählen sie zu den beliebtesten Ferienorten der Mani. In der Nebensaison geht es noch angenehm ruhig zu und du kannst in einem der vielen Cafés mit Blick aufs Meer einen Kaffee genießen.

Mit den nächsten Kilometern gen Süden ändert sich das Landschaftsbild, denn nun betreten wir mit der Inneren Mani eine völlig andere Welt. Bis zur Traumbucht von Itilo weichen die üppig-grünen Hügel so langsam den typischen kargen Berghängen der Mani.

Itilo Bucht Mani Peloponnes
Malerische Bucht von Itilo

#2 Innere Mani (Messa Mani): Areopoli und Umland

Wild, unbändig und teils völlig verlassen. So lässt sich der karge und vegetationslose südliche Teil auf dem mittleren Finger des Peloponnes am besten beschreiben. Die touristische Saison beginnt erst Mitte Juni und endet bereits Anfang September. Dazwischen genießt man viel Ruhe und vor allem Abgeschiedenheit.

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Karge Ebenen umgeben das mächtige Taygetos- Gebirge

In der Inneren Mani sind die Ausläufer des Taygetos- Gebirge mit ihren über 2.000 Meter hohen Gipfeln am eindrucksvollsten. Die Messa Mani (griech. für innen) ist eine der wenigen Landstriche Griechenlands, die nie vom osmanischen Reich besetzt wurden. Vermutlich war die Region den Besatzern einfach nicht lebenswert genug.

Als Besucher muss man mit der Inneren Mani wohl erst einmal warm werden. Griechenland- Kenner werden nach etwas Zeit den geheimnisvollen Charme dieser Region erkennen. Bis auf die Küstenorte und Areopoli sind viele Orte touristisch kaum erschlossen. Teils wirken Dörfer verlassen, Tavernen oder Cafés gibt es nur wenige.

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Areopoli und Limeni

Dreh- und Angelpunkt dieses Teils der Mani ist der 800-Einwohner Ort Areopoli. Hier hat man sich ganz gut auf den Tourismus eingestellt. Der Ort wurde auf einem Bergplataeu oberhalb der Küste errichtet und wirkt von Weitem wie eine Befestigungsanlage. Vor allem für Griechen aus Kalamata gilt Areopoli als beliebtes Wochenendziel.

Der mittelalterliche Ortskern begeistert mit schmalen gepflasterten Gassen und traditionellen Steinhäusern. Viele der ehemaligen Wehrtürme wurden in den letzten Jahren umfangreich zu Ferienunterkünften umgebaut. Zwischen dem Plateia des 17. März und dem Plateía Kapetán Matapá haben sich einige Restaurants und Bars niedergelassen.

Nur 5 km von Areopoli entfernt befindet sich Limeni, der ehemalige Verladehafen des Ortes. Der Weiler ist ein typisches Postkartenmotiv der Mani. Limeni mit seinen restaurierten Gebäuden, den gemütlichen Fischrestaurants und dem türkisblau funkelnden Meer weiß zu überzeugen. Hier lohnt es sich für ein paar Stunden zu verweilen.

Limeni Areopoli Mani Peloponnes
Hafen von Limeni

Höhle Vlychada Diros Mani

Eine der Top- Sehenswürdigkeiten der Mani befindet sich 15 min südlich von Areopoli. Bei der Tropfsteinhöhle Vlychada Diros (Spílaia Diroú) handelt es sich um ein scheinbar endloses Verbundsystem mehrerer Höhlen, welche aufgrund der Nähe zum Meer größtenteils mit Wasser geflutet sind.

Das Höhlenlabyrinth wird seit 1949 ausgiebig erforscht und noch heute finden Expeditionen statt. Immer wieder stößt man auf neue Tunnel und sogar archäologische Fundstücke, u.a. aus der Jungsteinzeit. Mit derzeit 15,4 km bekannter Länge gilt die Diros-Höhle als längstes Höhlensystem Griechenlands.

Die namensgebende Vlychada-Haupthöhle und ihre geheimnisvolle Märchenwelt kann per Kahnfahrt und zu Fuß (Tickets ab 7 €) erkundet werden. Stalaktiten und Stalagmiten werden farbig in Szene gesetzt und erhielten aufgrund ihrer Silhouette markante Namen. Mehr Infos und Öffnungszeiten gibt es auf: Diros Caves

#3 Mani-Geisterdorf Vathia

Vermutlich nicht mehr als sechs Einwohner zählt das Geisterdorf Vathia, welches auf einer Anhöhe inmitten kahler Hügellandschaft thront. Die Kulisse dieses Lost-Place ist einzigartig; von Weitem mutet der Ort wie eine Festung an. Viele kleine Trutzburgen ragen aus dem Ruinendorf gen Himmel empor.

Vathia Peloponnes Messa Mani
Trutzburgen von Vathia

Die meisten der eindrucksvollen Türme, umgangssprachlich »Mani Tower« genannt, sind mittlerweile dem Verfall preisgegeben. Einige wenige wurden zu Ferienwohnungen umfunktioniert und aufwendig restauriert. Wer in völliger Einsamkeit und Abgeschiedenheit in der Mani übernachten möchte, wird u.a. im Vathia Tower 1894 fündig.

Peloponnes Sehenswuerdigkeiten Vathia Geisterdorf Mani
Postkartenmotiv der Peloponnes Halbinsel

Auf einem kurzen Spaziergang durch das Dorf mit seinen mittelalterlichen engen Gassen kannst du die einzigartige Architektur der Mani bewundern und entdeckst zwischen Hausruinen und eingestürzten Wohntürmen interessante Fotomotive. Die Agios Spyridon Dorfkirche im Ortskern ist leider meist verschlossen.

Agios Spyridon Kirche Vathia Peloponnes
Agios Spyridon Kirche

In der Hauptsaison bietet die Taverne Aspalathos an der Hauptstraße eine Möglichkeit zur Einkehr. Von der Terrasse kannst du bei einem Kaffee oder kühlen Drink den herrlichen Blick auf Vathia genießen.

Wer nach der Besichtigung des einsamen Bergdorfs etwas Meerweh verspürt, der sollte sich ins hübsche Küstendorf Gerolimenas aufmachen. Der Ort besitzt die typische Mani-Architektur; mehrere solide Restaurants und Bars laden zur Einkehr ein. Am Dorfstrand (Kies) kannst du dich an einem heißen Sommertag erfrischen.

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Gerolimenas lohnt einen Abstecher

#4 Kap Tenaro: Wanderung zum Südkap

Ein besonderes Highlight der Mani ist eine Wanderung zum Kap Tenaro (auch Kap Matapan). Der Landstrich gilt als südlichster Punkt des griechischen Festlands und ist neben Gibraltar sogar einer der südlichsten Punkte in Europa. Von Vathia benötigst du etwa 15 min mit dem Auto bis zum Dörfchen Kokkinogia am Südkap.

Hier stößt du auf antike Stätten und Ruinen von Siedlungen. Unter anderem sind Spuren römischer Bäder (Romaïká loutrá), antike Tempelfragmente zu Ehren des Meeresgottes Poseidon, sowie eine kleine Opferhöhle (Höhle des Hades) zu besichtigen. Zwei kleine Buchten laden zur Abkühlung ein.

Peloponnes antike Staetten Hoehle des Hades Mani Tenaro
Zwischen Ruinen und Tempelfragmenten

Am südlichsten Punkt des griechischen Festlands erwartet dich der Leuchtturm von Tenaro und ein herrlicher Ausblick auf das tiefblaue Meer. Die Wanderung zum Südkap startet vom Parkplatz in Kokkinogia und dauert etwa zwei Stunden (2 km einfach). Bis auf wenige Steigungen ist die Strecke relativ einfach zu bewältigen.

Suedkap Griechenland Peloponnes Halbinsel Straende
Badestopp am Südkap von Griechenland

Abstecher ins Fischerdorf Porto Kagio

Porto Kagio war einst ein verstecktes Piratennest und gilt heute als der einzige richtige Ort am Südkap. In der ruhigen Ansiedlung gibt es drei Tavernen und einen schmalen Sandstrand, dahinter verläuft eine Schotterpiste bis zum Dorfende.

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Piratenbucht von Porto Kagio

Der 20-Seelenort bietet eine Handvoll Übernachtungsmöglichkeiten und lohnt sich für alle Ruhe- und Erholungssuchende, die weit weg vom Trubel sein möchten. Porto Kagio ist beliebt bei Seglern und auch ein prima Ausgangspunkt, um das gebirgige Südkap zu Fuß (siehe Wanderung zum Südkap) zu erkunden.

#5 Gythio und die östliche Mani

Die östliche Seite der Mani- Halbinsel wird auch Kato Mani genannt. Bei einer Peloponnes Rundreise lohnt es sich an der Ostküste über die Stadt Gythio bis zum nächsten Finger entlangzufahren.

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Bucht von Alipa

Die karge Landschaft nimmt in der Kato Mani so langsam ab. Die Küstenstraße führt durch viele beschauliche griechische Dörfer wie Chalikia Vatta, Alipa und Skoutari. Es lohnt sich ein kurzer Zwischenstopp in einem der Orte, die Ruhe sucht ihresgleichen.

halbinsel kotronas peloponnes
Kuriose Küstenformationen in der Kato Mani

Neben zahlreichen traditionellen Tavernen entlang der Küstenstraße, gibt es auch versteckte Buchten, in denen du dich erfrischen kannst. Besonders schön fanden wir den Vatta Beach im Ort Chalikia Vatta nahe Kotronas. Hier erwartet dich ein breiter und strahlend-weißer Kiesstrand mit schönem türkisblauem Meer.

Die hübsche Hafenstadt Gythio

Unser letzter Stopp in der Mani bildet die Stadt Gythio, welche auch »Tor zur Mani« genannt wird. An der Hafenpromenade kannst du gemütlich entlang spazieren oder für einen Mittagssnack in eine der zahlreichen Tavernen (Tipp: Diosmos) einkehren. An der Mole schaukeln die bunten Fischerboote und die farbenfrohe Häuserzeile versprüht viel Charme.

Gythio Peloponnes Githion Mani
Hafenpromenade von Gythio

Nur im Sommer leidet die idyllische Atmosphäre von Gythio etwas unter dem großen Touristenansturm. Allein die Parkplatzsuche gestaltet sich dann schwierig. Kein Wunder, wird doch der Hafen von Gythio auch als Sprungbrett auf die Insel Kreta bzw. die dazwischen liegende Insel Kythira genutzt.

Und auch viele Camper fühlen sich in Gythio wohl, nur 2 km weiter südlich befindet sich mit Mavrovouni ein beliebtes Camperziel. Kulturinteressierte können das antike Theater der Stadt besuchen, zehn Sitzreihen sind noch zu erkennen. Lohnenswert ist auch ein Abstecher zum Inselchen Marathonisi mit Cockailbar und eindrucksvollem Leuchtturm.

Dimitrios Schiffswrack

Mit dem Schiffswrack der Dimitrios findest du nur 10 min weiter nördlich des 7.000 Einwohner Städtchens ein richtiges Peloponnes-Highlight. Bis heute ist unklar, wie das Schiff an diesen Strand gelangte. Es gibt mehrere Mythen, die einen ganzen Abend in der lakonischen Taverne füllen können.

Geisterschiff, Schmugglerboot oder menschliches Versagen? Wie auch das weitaus bekanntere Zakynthos Shipwreck, erlitt der Frachter durch einen heftigen Sturm um 1980 hier Schiffbruch. Seitdem rostet der Riese vor sich hin und bietet Besuchern ein spektakuläres Fotomotiv.

Wetter in der Mani: Das Klima in der Mani hat seine Eigenheiten. Auch wenn die Sommer heiß und trocken sind, kann es aufgrund des mächtigen Taygetos-Gebirges zu Bewölkung und kurzen Regenschauern kommen. Bis Ende Mai hängt teilweise tagelang eine dicke Wolkendecke über den Bergen. Mehr Infos zum Wetter auf dem Peloponnes findest du in unserem Beitrag: Beste Reisezeit Griechenland

Mani Strände: Unsere Favoriten

Almirou Naturbelassener heller Kiesstrand an der Westküste nördlich von Vathia. Interessante Fels- und Höhlenformationen und kristallklares Meerwasser. Von der Asphaltstraße sind es etwa 300 m Fußmarsch hinunter zur Küste.

Ampelo Pittoreske Badebucht an der Ostküste, zu erreichen über den Weiler Ag. Kiprianos. Weißer Kiesstrand und türkisblaues Wasser. Ein kleiner Abschnitt ist mit Liegen und Schirmen organisiert. Lieferservice für Speisen und Getränke.

Chalikia Vatta Schöne Badebucht an der Ostküste bei Flomochori. Weiße Kieselsteine und kristallklares Wasser. Die Tavernen vor Ort stellen Liegen und Schirme, bei Verzehr sogar kostenfrei. Leider gibt es vor allem in der Hauptsaison kaum Parkmöglichkeiten.

Peloponnes Rundreise Sehenswürdigkeiten Vata Beach Kotronas
Der Vatta Beach nahe Kotronas

Exo Kapi Von Felsen eingerahmte Badebucht nördlich von Vathia im Westen der Mani. Große helle Kieselsteine und herrliche Wasserfarben. Badeschuhe sind empfehlenswert. Naturbelassen und schattenlos ohne Betreiber. Für kleine Kinder nicht geeignet, da der Uferbereich schnell tief abfällt. Etwa 100 m Fußmarsch von der Asphaltstraße.

Kalogria Breiter Sandstrand nördlich von Stoupa. Wunderbar geeignet auch für kleine Kinder, da der Uferbereich sehr flach ins türkisblaue Meer abfällt. Voll organisiert mit zahlreichen hochpreisigen Strandliegen, im Hochsommer leider meist völlig überfüllt. Es empfiehlt sich ein Besuch in der ruhigen Nebensaison.

Marmari Einer der südlichsten Mani Strände kurz vor dem Kap Tenaro. Breiter dunkler Sandstrand in einer langgeschwungenen Bucht. Ein Abschnitt ist organisiert mit Strandliegen, die vom Marmari Resort gestellt werden. Lieferservice wird ebenfalls angeboten.

Marmari Strand Peloponnes Mani
Marmari Beach

Stoupa Traumhafter Sandstrand im Küstenort Stoupa mit herrlich türkisblauem Wasser. In der Hauptsaison sehr stark frequentiert und voll mit Strandliegen. Außerhalb der Saison ein wunderbarer Badespot. Im nördlichen Bereich kann man sehr gut schnorcheln. Zahlreiche Tavernen und Cafés direkt am Strand.

Stoupa Strand Peloponnes Halbinsel Griechenland
Traumstrand von Stoupa

Restaurant-Empfehlungen in der Mani

Aphros, Stoupa Romantisches Restaurant mit großer Terrasse direkt am Meer. Ansprechende griechische Gerichte zu etwas gehobenen Preisen. Zuvorkommendes Personal und grandioser Sonnenuntergang.

Gerogrosso, Gerolimenas Gemütliche Café-Bar im Weiler Gerolimenas direkt am Meer. Ausgezeichnete Kaffee-Spezialitäten, leckere Snacks und freundliches Personal.

Gerogrosso Gerolimenas Mani Restaurant Empfehlung
Gerogrosso in Gerolimenas

ManiBella, Neo Itilo Modernes Mezedopoleio im Weiler Neo Itilo mit kreativen Meze-Gerichten und Rohstoffen aus der Region. Terrasse mit Meerblick sowie Liegenverleih am Strand.

Marmari Paradise, Marmari Gutes Restaurant im angeschlossenen Hotel Marmari Paradise Beach Resort. Serviert werden traditionelle Gerichte der Region, wie der herzhafte Mani-Salat mit Orangen und Syglino, in Salbei geräuchertes Schweinefleisch. Schöner Meerblick, gehobene Preise.

Griechische Küche Rezepte Speisen zum Nachkochen
Mani-Salat mit Orangen und Syglino-Fleisch

Matapan, Alika Gehobenes Restaurant und Weinbar in romantischer Atmosphäre mit herrlichem Ausblick. Schmackhafte mediterrane Gerichte und knusprige Holzofenpizza. Nur am Abend geöffnet.

Yioryitsa’s Backyard, Kardamili Verstecktes Kafenion in einer Gasse von Kardamili. Hausgemachte Tagesgerichte und traditionelle griechische Küche. Gemütlicher Innenhof, indem bisweilen auch kulturelle Events stattfinden.

Übernachten in der Region Mani

Kardamili und Stoupa im Norden, Areopoli im Westen, Gythio im Osten, sowie Gerolimenas und Porto Kagio ganz im Süden bieten die meisten Hotels und Apartments, sowie Tavernen und Cafés zum Einkehren. Außerdem gibt es ein paar Unterkünfte für Selbstversorger (u.a. Turmhäuser) in den Streusiedlungen, welche jedoch nur selten gastronomische Einrichtungen bieten.

Unterkünfte nahe Kardamili und Stoupa

Katergo Luxury Villas, Stoupa

Etwas außerhalb von Stoupa gelegener Villenkomplex. Jede der Villen verfügt über zwei Schlafzimmer und einen eigenen Pool und Gartenbereich. Freundlicher Gastgeber, ruhige Lage und umfangreiche Ausstattung.

→ Günstige Angebote und Buchung hier: Katergo Luxury Villas

Vardia Hotel, Kardamili

Beliebtes familiengeführtes Hotel oberhalb von Kardamili mit herrlichem Ausblick und tollem Sonnenuntergang. Geräumige Apartments, sehr gutes Frühstück und faires Preis-Leistungsverhältnis. Guter Ausgangspunkt zur Erkundung der westlichen Exo Mani.

→ Günstige Angebote und Buchung hier: Vardia Hotel

Unterkünfte nahe Areopoli

Pirgos Mavromichali, Limeni

Bezauberndes 4-Sterne Hotel direkt am Meer im hübschen Küstenort Limeni. Elegante Zimmer im traditionellen Stil mit Meerblick. Das Hotelrestaurant serviert köstliche griechische Speisen und mediterrane Gerichte.

→ Günstige Angebote und Buchung hier: Pirgos Mavromichali

Pirgos Mavromichali Limeni Areopoli Peloponnes
Hotels in Limeni

Salvia Areopolis All Suite Hotel, Areopoli

Schöne 3-Sterne Anlage mit neuen und geräumigen Zimmern, teils mit Küche und Sonnenterrasse. Toller Ausblick auf die Ebene von Areopoli. Aufmerksames Personal und umfangreiches Frühstücksbuffet.

→ Günstige Angebote und Buchung hier: Salvia Areopolis All Suite Hotel

Unterkünfte am Kap Tenaro

Porto Kale Guesthouse, Porto Kagio

Die traditionelle Unterkunft in einem restaurierten Steinhaus ist ein idealer Ausgangspunkt, um die südliche Mani zu erkunden. Die Zimmer sind rustikal eingerichtet und die gesamte Gastgeber- Familie ist sehr freundlich.

→ Mehr Infos zur Unterkunft und Preise checken: Porto Kale Guesthouse

Mani Hotels Porto Kale Peloponnes
Blick auf das Porto Kale Gästehaus (rechts)

Tainaron Blue Retreat, Marmari

Einzigartiges Gasthaus mit Infinity-Pool oberhalb der Bucht von Marmari. Kostas vermietet vier geschmackvolle Zimmer im bzw. um den restaurierten Mani-Turm. Liebenswertes Personal, grandioser Ausblick, leckeres Frühstück und auf Wunsch 5-Gänge-Menü am Abend.

→ Günstige Angebote und Buchung hier: Tainaron Blue Retreat

Tainaron Blue Retreat Marmari Peloponnes
Tainaron Blue Retreat im Mani Tower

Campingplätze in der Mani

Die Anzahl an Campingplätzen in der Mani hält sich in Grenzen. Die meisten Campgrounds befinden sich in der Exo Mani. Vor allem Mavrovouni bei Gythio bietet sehr gute Plätze für Campervans und Zelte. Auch wenn Wildcampen offiziell in Griechenland verboten ist, wird eine Übernachtung meist toleriert.

Camping Kalogria, Stoupa
Google Bewertung 4,2/5
Website: Camping Kalogria

Camping Kronos, Vathi
– Google Bewertung 4,2/5
Website: Facebook Camping Kronos

Camping Gythion Bay, Mavrovourni Gyhthio
– Google Bewertung 4,5/5
Website: Gythio Camping

Camping Meltemi, Mavrovourni Gyhthio
– Google Bewertung 4,4/5
Website: Camping Meltemi

Tavernen-Parkplatz als Mani-Stellplatz

Einige Restaurants bieten Campern ihre Parkplätze zur Übernachtung an. So kommt man spontan zu einem (Not-) Stellplatz. Bedingung für die kostenlose Nacht ist meist die Einkehr ins Restaurant. Im Forum Peloponnes-Treff gibt es dazu bereits Erfahrungen. Es empfiehlt sich vorab die Google- Bewertungen zu checken, um bösen Überraschungen vorzubeugen.

Griechenland Camping Verbot Wildcampen Erfahrung
Wildcampen ist offiziell verboten

→ Alle Beiträge und zahlreiche Reisetipps für einen Peloponnes Roadtrip findest du hier im Überblick: Peloponnes Halbinsel

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