Rote, grüne und blaue Balkone, die sich an weiße Häuser schmiegen, große bunte Tore, die früher als Bootsgaragen dienten und eine Bucht, in der das Meerwasser glasklar ist – die kleine Siedlung Klima auf Milos ist wohl der meistfotografierte Ort der Insel.
»Bei den farbenfrohen Bootshäusern von Milos liegt die Ägäis direkt vor der Tür. Wo früher Fischer ihre Boote im Winter unterstellten, können heute Urlauber direkt am Meer übernachten.«
Doch nicht nur in Klima gibt es diese traditionellen Milos Bootshäuser. Auch in anderen Orten auf Milos wie Firopotamos oder Mandrakia kannst du die sogenannten Syrmata besichtigen. Bei rechtzeitiger Buchung hast du sogar die Möglichkeit, in einem dieser historischen Fischerhäuser einen ganz besonderen Urlaub direkt am Meer zu verbringen.
Besonders in der Nebensaison oder in den ruhigen Abendstunden, wenn der Andrang der Tagestouristen nachlässt, zeigt sich die ruhige Atmosphäre dieser kleinen Siedlungen mit den traditionellen Syrmata von ihrer schönsten Seite. Anbei erhältst du alle wichtigen Informationen zu den Bootshäusern von Milos:
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#1 Klima Bootshäuser
Das Dorf Klima zählt nur eine Handvoll Einwohner und ist insbesondere in der Hauptsaison stark auf den Tagestourismus ausgelegt – es gibt ein Restaurant und einen Souvenirladen. Ansonsten lebt der Ort von seiner Lage direkt am Meer und den hübschen Bootshäusern mit ihren bunten Toren, Balkonen und Fensterläden, die den weiß-getünchten Häusern farbenfrohe Akzente verleihen.
Die Syrmata in Klima gehören sicherlich zu den meistfotografierten Motiven der Insel und in einer dieser Bootsgaragen zu übernachten, ist ein ganz besonderes Urlaubserlebnis. Denn wenn die Tagestouristen weg sind, sich die Ruhe über den Ort legt und die untergehende Sonne rötlich im Wasser reflektiert, dann entfaltet Klima seine volle Magie.
Natürlich kannst du Klima als Ausgangspunkt nutzen, um von dort aus noch mehr von Milos zu besichtigen. In direkter Umgebung von Klima kannst du zum Beispiel die Katakomben von Milos besuchen, ein weitläufiger Komplex unterirdischer Gräber aus der frühchristlichen Zeit.
Auch wenn der öffentlich zugängliche Teil recht klein ist und du die schmalen Gräber und Grabkammern in kurzer Zeit gesehen hast, so sind die Katakomben dennoch ein bedeutsamer Teil der griechischen Geschichte.
Zum Fundort der Venus von Milos ist es von Klima aus ebenfalls nicht weit. Die berühmte Statue der Aphrodite steht heute im Louvre in Paris. Eine Gedenktafel sowie eine originalgetreue Nachbildung der Göttin erinnern auf Milos noch heute an den bedeutenden archäologischen Fund aus dem Jahr 1820.
Der nächst größere Ort von Klima aus ist Tripiti, ein charmantes Dorf mit traditioneller Kykladenarchitektur. Enge Gassen, herausgeputzte Windmühlen und die große Kirche Agios Nikolaos verleihen dem Ort sein Flair. Dank der Lage auf einem Hügel hast du von Tripiti einen herrlichen Blick auf die weitläufige Bucht von Milos.
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Die Anreise nach Klima erfolgt über den Ort Tripiti im Norden von Milos. Die Straße schlängelt sich den Berg hinab, und ein kostenloser Parkplatz befindet sich etwa 300 m vom Meer entfernt.
Von Adamas, dem Hafenort auf Milos, kannst du außerdem mit dem Taxi oder mit dem öffentlichen Bus nach Klima fahren. Von der Haltestelle Katakomves kannst du den Rest des Weges zu Fuß gehen. Die aktuellen Busverbindungen von Milos kannst du hier einsehen: Milosbuses
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#2 Firopotamos Bootshäuser
Firopotamos liegt an der Nordküste von Milos, nur wenige Minuten von Plaka entfernt. Du erreichst Firopotamos mit dem eigenen Fahrzeug oder dem Taxi. Die Anfahrt erfolgt über Plaka, Plathiena oder über Pera Triovasalos. Der kleine Ort besteht aus einer Handvoll traditioneller Syrmata, die malerisch um eine geschützte Bucht angeordnet sind.
Vor den Bootshäusern erstreckt sich ein kleiner Strand mit türkis-blauem, klarem Wasser, das zum Schwimmen und Schnorcheln einlädt. Schon der Blick auf den Ort ist für sich genommen ein Postkartenmotiv, aber auch die weiß-blaue Kirche Agios Nikolaos am Ende der Bucht sowie die umliegenden Felsformationen verleihen Firopotamos seinen besonderen Charakter.
Restaurants oder Geschäfte gibt es hier keine – nur eine kleine Strandkantine My Beach Bar – Firopotanos, die im Sommer kühle Getränke sowie Sandwiches, Burger und Salate verkauft und Liegen am Strand vermietet. In der Nebensaison ist es in Firopotamos hingegen himmlisch ruhig.
Die Bootshäuser von Firopotamos kannst du entweder als Foto- und Badestopp im Rahmen deines Tagesprogramms besuchen, oder in den weißen Syrmata mit den hier vorwiegend blau und türkis gestrichenen Bootsgaragen übernachten.
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#3 Mandrakia Bootshäuser
Das malerische Fischerdorf Mandrakia reiht sich in die Riege der Postkartenmotive ein. Auch hier treffen die typischen Syrmata mit den blauen Garagentoren auf eine türkise Bucht. Mandrakia liegt ebenfalls im Norden der Insel, nur rund 4km von Firopotamos entfernt und du kannst den Besuch beider Orte gut miteinander verbinden.
Von Plaka aus bist du mit dem Auto oder Roller in rund zehn Minuten da. Der Ort Mandrakia selbst hat keinen Strand, doch die Felsküste bietet mehrere kleine Einstiegsstellen in die Ägäis zum Baden oder Schnorcheln. Highlight ist der winzige Hafen von Mandrakia, an dem die Fischerboote vor den weißen Häusern und bunten Toren liegen und in den Wellen schaukeln.
Direkt am Wasser befindet sich zudem die Taverne Medusa, die nur im Sommer geöffnet ist und für ihre köstlichen Fischgerichte wie saftiges Schwertfisch-Souvlaki, gegrillten Oktopus und frisch gefangene Sardinen bekannt ist. Entsprechend schön ist auch der Blick auf das blaue Meer, weshalb die Taverne immer gut besucht ist. Reservierung dringend empfohlen!
Wer nur seinen Kaffee-Durst stillen möchte, schaut bei der Oasis Canteen am Ortseingang vorbei – den Freddo Espresso kannst du mit Blick auf die Bucht genießen. Von Mandrakia aus ist es dann auch nicht mehr weit zur berühmten Küste von Sarakiniko, dem nächsten Highlight auf Milos.
→ Alles Wichtige über Sarakiniko verraten wir dir hier: Sarakiniko Milos
Neben Mandrakia gibt es einen kleinen Strand, den Tourkothalassa Beach, zu dem du allerdings einen steilen Pfad hinabsteigen musst, um ihn zu erreichen. Belohnt wirst du mit wenig Andrang, kristallklarem Wasser und einigen Höhlen, die du vom Wasser aus erkunden kannst.
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#4 Milos Bootshäuser: Geheimtipps
Die bisher genannten Orte sind die bekanntesten Orte auf Milos, in denen du die typischen Bootshäuser sehen und in ihnen auch übernachten kannst. Doch es gibt noch weitere kleine Siedlungen auf der Insel mit den typischen Syrmata, die noch nicht so viele Touristen auf dem Schirm haben. Zu den Geheimtipps rund um die Milos Bootshäuser gehören:
Fourkovouni: Das winzige Fischerdorf Fourkovouni liegt ebenfalls im Norden der Insel. Dort stehen nur wenige Syrmata in einer idyllischen Lage, ideal für einen kurzen Stopp oder eine Übernachtung in einem der Bootshäuser. Der helle Sandstrand und die kleine Häuserzeile sehen aus wie aus einem Bilderbuch!
→ Übernachtungs-Tipp für Fourkovouni: The Cove Beach House*
Areti: Wie auch das benachbarte Fourkovouni ist Areti eigentlich kein wirkliches Dorf, sondern ein kleiner Weiler mit glasklarem Wasser und einigen der charmanten Syrmata. Perfekt für einen kurzen Stopp abseits der Massen – oder für eine ganz besondere Unterkunft auf Milos.
→ Übernachtungs-Tipp für Areti: Milos by the sea – Eco House*
Skinopi: Unterhalb von Plaka an der Küste gelegen, bietet diese Siedlung eine malerische Kulisse aus Bootshäusern und einem atemberaubenden Blick auf die Bucht von Milos.
→ Übernachtungs-Tipp für Skinopi: Skinopi Fisherman’s house*
Agios Konstantinos: An diesem Küstenabschnitt im nordöstlichen Teil der Insel stehen in einer kleinen, felsigen Bucht weitere weiß-blaue Syrmata. Wie eigentlich überall vor Milos ist auch hier das Wasser kristallklar und lädt zum Schwimmen ein. Verpasse auf keinen Fall den Besuch der namensgebenden Kapelle, die direkt am Meer liegt und wie eine Grotte wirkt.
→ Übernachtungs-Tipp für Ag. Konstantinos: Achinos By The Sea*
Mitakas: Der Strand von Mitakas unterteilt sich in zwei Abschnitte. In der schmalen Bucht, die du über die von der Küstenstraße Richtung Pollonia abgehende Stichstraße als erstes erreichst, findest du die typischen Syrmata. In der benachbarten, größeren Bucht befindet sich der Strand mit einigen schattenspendenden Bäumen und einer im Sommer geöffneten Strandbar.
→ Übernachtungs-Tipp für Mitakas: Terra Mare Suites*
Neben den bekannteren Orten bietet Milos mit diesen versteckten Bootshaus-Siedlungen echte Oasen für alle, die Authentizität und Ruhe suchen. Diese kleinen Siedlungen laden dazu ein, das besondere Flair von Milos zu erleben und unvergessliche Momente inmitten der faszinierenden Küstenlandschaft zu verbringen.
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→ Was es sonst noch auf der schönen Vulkaninsel zu sehen gibt, verraten wir dir in diesem Beitrag: Milos Highlights
#5 Wissenswertes zu Milos Bootshäusern
Geschichte der Bootshäuser von Klima & Co.
Die traditionellen Bootshäuser von Milos, die Syrmata, haben eine lange Geschichte und sind weit mehr als nur ein Instagram-Spot oder ein Szene-Übernachtungsort. Sie stammen aus einer Zeit, in der die Haupterwerbsquellen noch die Fischerei und die Seefahrt waren.
Der Begriff »Syrmata« bezieht sich übrigens auf die Drähte oder Kabel (griech. »syrma«), mit denen die Boote in die Milos Bootshäuser gezogen wurden.
Diese faszinierenden Bootshäuser entstanden aus purer Notwendigkeit: Nach jeder Saison mussten die Fischer ihre Boote im Herbst vor den extremen Winterwinden schützen und an Land bringen. Die vulkanische Beschaffenheit von Milos war dafür wie geschaffen: Der weiche Tuffstein ließ sich perfekt bearbeiten und die natürlichen Küstenhöhlen boten bereits vorhandene Strukturen.
So entstanden diese einzigartigen Garagen direkt am Meer, teils in die Felsen gehauen oder angebaut. Wann genau die ersten entstanden und ob es dafür überhaupt Genehmigungen gab – das weiß man nicht mehr. So oder so sind die Milos Bootsgaragen ein Beispiel für authentische griechische Improvisation, ohne die Milos heute nicht das wäre, was es ist.
Viele dieser Häuser sind bereits mehrere hundert Jahre alt und wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Heutzutage werden sie kaum noch für ihre ursprüngliche Funktion genutzt. Einige wurden dennoch aufwändig restauriert, modern ausgestattet und dienen heute als exklusive Ferienunterkünfte, die ein besonderes Urlaubserlebnis bieten.
Die bunten Farben der Syrmata-Tore sind übrigens ein relativ neuzeitliches Phänomen. Früher waren die meisten Bootsgaragen in natürlichen, erdigen Tönen gehalten oder blieben ganz ungestrichen, denn den Fischern war vor allem praktischer Schutz wichtig, nicht Ästhetik.
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Warum gibt es die Milos-Bootshäuser?
Die Syrmata wurden gebaut, um Fischerboote möglichst einfach und sicher zu lagern. Da die Insel Milos viele kleine Buchten und steile Küsten hat, waren solche geschützten Lagerplätze direkt am Wasser ideal.
Die großen Tore ermöglichten, dass die Boote mit wenigen Handgriffen hinein- und wieder herausgefahren werden konnten. So waren die Fischer jederzeit flexibel und bei passendem Wetter schnell einsatzbereit, um raus aufs Meer zu fahren.
Übrigens gibt es neben Milos auch auf der Nachbarinsel Kimolos diese markanten Bootsgaragen. Du findest sie entlang der Küste des Ortes Goupa. Das Beste daran ist, dass sie hier bei Weitem nicht so überlaufen sind wie auf der großen Schwesterinsel Milos.
→ Alles Wichtige über Kimolos verraten wir dir hier: Insel Kimolos
Was ist das Besondere an den Bootshäusern von Milos?
Das Besondere an den Bootshäusern ist ihre einzigartige Bauweise: Sie sind oft direkt in den Felsen gebaut und stehen stets nur wenige Schritte vom Meer entfernt. Die bunten Tore und Balkone machen sie zu einem farbenfrohen Blickfang und bieten tolle Fotomotive.
Außerdem wird der Wohnraum durch die geöffnete Bootsgarage erweitert und quasi ins Freie verlegt. So entsteht ein Wohnzimmer direkt am Meer – das macht die Syrmata zu einem einzigartigen Beispiel traditioneller Küstenarchitektur. Wenn du jetzt Lust bekommen hast, dann suche dir gleich ein schönes Milos Bootshaus bei Booking.com* heraus:
Die Bootshäuser auf Milos haben zweifellos dazu beigetragen, dass die Insel als Reiseziel immer beliebter geworden ist. Das einzigartige Flair der Syrmata lockt jedes Jahr zahlreiche Besucher an, die in die spannende Geschichte der Kykladeninsel eintauchen möchten.
➝ Weitere nützliche Reisetipps zu Milos und die schönsten Highlights der Insel verraten wir dir hier: Milos Blog
Über die Autorin:
Farina Fontaine liebt das Reisen und hat ein besonderes Herz für Griechenland. Auf ihrem Instagram-Kanal @stadtlandreisen nimmt sie ihre Community mit auf Entdeckungen abseits der üblichen Pfade. Farina kommt beruflich aus dem Bereich Marketing und Kommunikation und hat gelernt, Geschichten ansprechend zu erzählen. Heute verbindet sie dieses Gespür mit ihrer Reiselust und erstellt auf Greece Moments inspirierende Inhalte, die Fernweh wecken.
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